Junge Frau erliegt allergischer Reaktion im Urlaub - Restaurantmitarbeiter hinderten ihre Mutter am Verlassen des Lokals

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Eine Mutter wollte nur einen Urlaub in Marokko mit ihrer Tochter verbringen. Nach einem Restaurantbesuch endete der Urlaub für die 18-Jährige jedoch tödlich.

Kassel – Die marokkanische Hauptstadt Rabat ist für viele Touristen eine beliebte Anlaufstelle. Auch die 18-jährige Lily K. wollte dort mit ihrer Mutter ihre guten Noten feiern. Nach einem Restaurantbesuch starb sie allerdings an einer allergischen Reaktion.

Allergische Reaktion im Urlaub: Junge Britin stirbt nach Restaurantbesuch

Wie unter anderem dailymail.co.uk berichtet, habe die britische Studentin im Familienurlaub in Marokko Hühnchen mit Pommes in einem Restaurant gegessen. Obwohl das Restaurant über die verschiedenen Allergien der Tochter aufgeklärt worden sein soll, erhielt sie offenbar ein Gericht, das ihr Körper nicht verarbeiten konnte. Allergisch reagierte die 18-Jährige unter anderem auf Milchprodukte, Fisch, Schalentiere, Sesam und Nüsse.

Eine junge Frau sitzt in einem Restaurant
Die 18-jährige Lily K. starb im Marokko-Urlaub nach einem Restaurantbesuch. © Screenshot/justgiving.com

Nur kurze Zeit nach dem Essen soll der jungen Frau übel geworden sein, sie rannte nach draußen und übergab sich, bekam in der Folge aber immer weniger Luft. Ihre 56-jährige Mutter wollte das Restaurant in Rabat (Marokko) in der Folge ebenfalls verlassen, soll dies aber dem Bericht nach nicht gedurft haben. Da die Mutter Marokkanerin sein soll, habe es dort nicht zu Verständigungsproblemen kommen können, hieß es weiter. Ereignet hatte sich der Vorfall bereits am 19. Juni, dem letzten Tag des gemeinsamen Urlaubs. Auch in Italien starb eine Restaurant-Besucherin nach dem Essen.

Eltern der verstorbenen Britin berichten von dramatischem Todeskampf ihrer Tochter

Auch der Vater der 18-jährigen Britin äußerte sich gegenüber dailymail.co.uk zu dem Vorfall. „Sie bekam ein Jucken im Hals, das sich zu Übelkeit, Magenkrämpfen und Atemproblemen entwickelte. Sie benutzte ihren EpiPen, den sie immer bei sich trug“, sagte er. Dabei handelt es sich um eine Infektion mit Adrenalin, die im Falle einer schweren allergischen Reaktion helfen soll. Der Vater berichtete, dass die Restaurantmitarbeiter die panische Mutter daran gehindert haben sollen, das Restaurant zu verlassen, ohne die Rechnung zu zahlen.

„Sie haben sie ein paar Minuten davon abgehalten, was Lily tatsächlich das Leben hätte retten können“, gab der Vater bestürzt an. Ob letztere Aussage zutreffend ist, lässt sich nicht sicher sagen. Lilys Mutter gab dem Restaurant ebenfalls die Hauptschuld am Tod ihrer Tochter. Auf dem Teller ihrer Tochter sollen sich Garnelen befunden haben, gegen die sie allergisch war. Der Kellner soll allerdings gesagt haben, dass es sich dabei lediglich um gekochte Karotten handeln würde. Da der herbeigerufene Krankenwagen nicht gekommen sei, fuhr sie ihre Tochter nach der allergischen Reaktion selbst ins Krankenhaus. Auf dem Weg dahin erlitt die 18-Jährige allerdings einen Herzinfarkt und starb drei Tage später.

Nach Angaben ihres Vaters hat der tragische Tod von Lily noch ein Nachspiel. Demnach ermittelt die marokkanische Polizei gegen das Restaurant. Über den genauen Stand der Ermittlungen sei die Familie der Verstorbenen aber nicht informiert worden. (rd)

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