Wirte wieder weg – Mitglieder packen jetzt selbst an

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Die Verpflegung an der Tennis-Alm bewerkstelligen die Mitglieder des TC Rottach-Egern jetzt in Eigenregie. © privat

Das Pachtverhältnis dauerte nicht lange: Nach drei Monaten haben sich die neuen Pächter der Rottacher Tennis-Alm und der Verein TC Rottach-Egern einvernehmlich wieder getrennt.

Rottach-Egern - Neue Wirtsleute zu finden für die Tennis-Alm war eine der letzten Aufgaben, die der bisherige Vorstand des TC Rottach-Egern mit Udo Scherer und Christina Samberger zu meistern hatte. Am Ende erfolgreich, wenn auch nach einer äußerst zähen Partie. Denn lange musste per Inserat nach geeigneten Bewerbern gesucht werden, um die Gastronomie im Tennisclub zu bespielen. Marco Fleissner und Gabriel Huber machten das Rennen und unterzeichneten den Vertrag.

Allerdings war das Pachtverhältnis nur von kurzer Dauer: Am 30. Juni wurde der zuvor am 31. März geschlossene Vertrag wieder beendet – „einvernehmlich durch einen Aufhebungsvertrag“, wie der Verein mit neugewählter Führungsspitze und die Fleissner-Huber GmbH jetzt auch Nachfrage in einer gemeinsamen Erklärung schriftlich mitteilen.

Pachtverhältnis beendet: Wechselhafter Betrieb macht Probleme

Mehrere Gründe werden genannt – unter anderem das Wetter. Dies sei in den ersten drei Wochen des Pachtverhältnisses und mit Beginn der Saisoneröffnung am 1. Mai meist schlecht gewesen. Daher seien die Umsätze in dieser Zeit weit unter den Erwartungen geblieben. „Dennoch musste Personal vor Ort sein, um das Clubtelefon zu beantworten und Platzreservierungen entgegenzunehmen.“ Als sich das Wetter dann besserte, sei die Frequentierung sehr wechselhaft gewesen. Während unter der Woche wenig Betrieb herrschte, seien an Wochenenden aufgrund des Punktspielbetriebs mit bis zu vier Heimspielen drei bis vier Personen nötig gewesen, um die Bewirtung der Mannschaften und Gäste zu bewerkstelligen. Auch die beiden Pächter Marco Fleissner und Gabriel Huber mussten mit anpacken.

„Dies war insofern ein Problem, da das Lokal ‚Weinstube‘, welches die Pächter auch betreiben, am Wochenende naturgemäß ebenfalls am stärksten ausgelastet ist“, heißt es in der Erklärung. Die Bewirtung der Clubalm ab 8 Uhr und ein Restaurant- und Barbetrieb in der Weinstube oft bis 3 Uhr morgens hätten plötzlich einen Dreischichtbetrieb anstatt wie bisher nur einer Schicht in der Weinstube erfordert. Dies sei aufgrund der allgemeinen Personalsituation und der daraus resultierenden Doppelbelastung für die beiden Pächter sowie aus Kostengründen nicht zu bewerkstelligen gewesen.

War den beiden Pächtern nicht klar, welche Aufgaben mit dem Betrieb einer saisonalen Tennis-Gastro zu meistern sind? Der Verein will dazu weiter nicht Stellung nehmen, bedankt sich hingegen für die gute Zusammenarbeit in der sehr kurzen Pachtzeit.

Neue Lösung für Tennis-Alm gefunden: Mitglieder packen jetzt selbst an

Eine neue Lösung ist jedoch gefunden und wird bereits praktiziert: Mitglieder packen jetzt selbst mit an. „Die Platzbuchung läuft bereits seit Anfang Juni erfolgreich über das Buchungsportal Platzbuchung.de“, heißt es in der Mitteilung. Zudem gibt es einen Getränkeautomaten, an dem durstige Tennisfans in der bewirtungsfreien Zeit günstig alkoholfreie Getränke sowie Tennisbälle kaufen können. Was die Verpflegung nach den Spielen betrifft, so würde die von den Mitgliedern ebenfalls in Eigenregie übernommen. „Wir haben eine Küche, einen Grill und auch der Voitlhof steht zur Einkehr zur Verfügung“, fügt Vorstandsmitglied Markus Ziegleder hinzu. Dass alle gemeinsam anpacken, sei auch der Sinn eines Vereins, sagt Ziegleder, der zufrieden feststellt: „Wir haben einen problemlosen Übergang geschafft.“

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