Von schattigen Waldwegen bis zu kühlen Höhlen – diese Ausflugsziele im Landkreis Rosenheim sorgen für Erfrischung an heißen Sommertagen.
Rosenheim - Rund um den Chiemsee finden Hitzegeplagte im Sommer zahlreiche Abkühlungsmöglichkeiten. Hier gibt es fünf Vorschläge für Wandertouren im Landkreis Rosenheim – mit schattigen Wäldern und kühlen Badestellen. Auch drei Ausflugstipps von Chiemsee-Alpenland Tourismus zu Höhlen versprechen angenehme Temperaturen an heißen Tagen.
1. Rundtour im Naturschutzgebiet Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte
Die Rundtour durch das Naturschutzgebiet Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte bei Bad Endorf kombiniert dunkle Waldwege und kristallklare Seen. Die Eiszerfallslandschaft ist ein Überbleibsel der letzten Eiszeit, wie auf chiemsee-alpenland.de nachzulesen ist: Gletscher zerfurchten die Oberfläche, heute blieb eine einzigartige Landschaft voller Kontraste mit Hügeln und Mulden zurück. Familien finden bei dieser Wanderung eine ausgewiesene Badestelle für Pausen vor – samt Spielplatz, Minigolf-Anlage und gastronomischem Angebot.
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2. Rundwanderung zur Wolfsschlucht in Bernau am Chiemsee
Knapp sieben Kilometer Rundwanderung, fast durchgehend im Schatten – die Tour zur Wolfsschlucht bei Bernau am Chiemsee ist wie geschaffen für heiße Tage. Unterwegs entdecken Wanderer Überreste alter Salinenanlagen und können einen Abstecher in die mystische Wolfsschlucht machen. Zum Abschluss bietet der Biergarten des Seiserhofs noch einen Blick auf den Chiemsee, bevor es zurück nach Bernau geht. Dort sorgen Minigolf oder Wassertreten im Kneippbecken für zusätzliche Abkühlung.
3. Themenweg Jenbachparadies Wasserwissen in Bad Feilnbach
Im Jenbachparadies in Bad Feilnbach führt die Wassernixe Jeni Familien entlang interaktiver Stationen rund ums Thema Wasser. Das Biotop punktet mit „sauberen Gewässern und naturbelassenen Auen“ – ideal für alle, die es gerne kühl und lehrreich mögen. Wer Lust auf mehr hat, folgt dem Jenbachweg bis zur Quelle und weiter zur Bergstation des Wendelsteins.
4. Gießenbachklamm-Rundwanderung in Kiefersfelden
Die Gießenbachklamm-Rundwanderung bei Kiefersfelden verspricht Abkühlung durch Bachläufe und schattige Abschnitte. Highlight der familienfreundlichen Tour laut Chiemsee-Alpenland Tourismus: „das größte Wasserrad Bayerns“ sowie Kiefersfeldens „kleinstes, größtes und ältestes Wasserkraftwerk“. Auf der Schopperalm gibt es neben deftiger Brotzeit auch eine Bobbycar-Rennstrecke – bevor es über den historischen Trojerhof, eines der ältesten Bergbauerngehöfte Bayerns, zurück zum Ausgangspunkt geht.
5. Moorlehrpfad „Burgermoos“ in Prutting
Der Moorlehrpfad „Burgermoos“ bei Prutting führt durch „eines der besterhaltenen Moorwildnisse in Mitteleuropa“, so Chiemsee-Alpenland Tourismus. Über 10.000 Jahre durfte das Biotop ungestört wachsen und beheimatet heute mehr als 70 seltene Pflanzenarten. Wer möchte, hängt den Rundweg um den Hofstätter See an, eine Wasserstelle mitten im Wald, und gönnt sich zum Abschluss einen Badestopp.
Drei Höhlen-Tipps für Abkühlung unter Tage
Noch kühler wird es unter der Erde: Der Deisenrieder Wetterstollen bei Bad Feilnbach ist seit August als barrierefreies Schaubergwerk geöffnet. Ursprünglich erbaut, um die Kohlebergwerke zu belüften, bietet er heute spannende Einblicke in die Industriegeschichte und den früheren Kohleabbau. Besichtigungen sind ganzjährig an Wochenenden und Feiertagen von 13-16 Uhr möglich.
In der Wendelsteinhöhle, „Deutschlands höchstgelegener Schauhöhle“, herrschen konstant drei Grad Celsius – also bitte Strickjacke oder Pullover einpacken. Bei der sogenannten Kältefalle, dem natürlichen Höhleneingang, kann selbst im Hochsommer noch Schnee liegen. Zu diesem gelangt man, wenn man mit der Zahnradbahn bis zum Zielbahnhof fährt, von dort aus zunächst den künstlichen Eingang mit 82 Stufen durchschreitet und dann noch etwa 30 Meter weiter nach rechts geht.
Auch die dritte Höhle ist einen Besuch wert: Das Grafenloch in Oberaudorf ist eine „ritterliche Hochburg“ und stammt vermutlich aus dem 11. Jahrhundert. Durch ihre schwer zugängliche Lage im Berginneren bot sie Schutz und machte die Höhle im Mittelalter so attraktiv. Auch heute noch sind Mauerreste im zweistöckig ausgebauten Grafenloch (auch als Luegsteinhöhle bekannt) zu sehen. Wer den Höhlenwanderweg läuft, startet vom Ortskern in Oberaudorf vorbei am Luegsteinsee und passiert Sehenswürdigkeiten wie dem Audorfer Museum und der Ponorhöhle unter dem Schlossberg. Für noch mehr Erfrischung bietet sich ein Sprung in den kühlen Luegsteinsee an.
Alle Touren basieren auf Vorschlägen der Chiemsee-Alpenland Tourismus GmbH & Co. KG und sind deshalb unter folgender Website aufrufbar.