Ski-Queen bekommt für Comeback-Pläne Kritik von allen Seiten – nun springt ihr ein Superstar zur Seite

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Lindsey Vonn möchte Mitte Dezember in den Ski-Weltcup zurückkehren. Dies missfällt nicht nur Markus Wasmeier. Marcel Hirscher aber ist begeistert.

München – Es ist eine der Geschichten, wie sie wohl nur der Ski-Sport schreibt: Lindsey Vonn kehrt voraussichtlich in den Weltcup zurück. Doch dafür erhält die US-Amerikanerin viel Gegenwind, unter anderem von einer Ex-Ski-Weltmeisterin mit gesundheitlichen Bedenken. Marcel Hirscher stärkt Vonn jetzt allerdings den Rücken.

Ski-Queen für Comeback-Pläne viel kritisiert – Superstar springt ihr zur Seite

Vonn möchte es noch einmal wissen. Der US-amerikanische Ski-Verband beantragte bereits eine Wildcard für die inzwischen 40-Jährige für die Super-G-Rennen in St. Moritz am 21. und 22. Dezember. Mit einem künstlichen Kniegelenk tritt die Abfahrts-Olympiasiegerin von Vancouver also bald wieder im Weltcup an. Doch genau dies sorgt für viel Kritik. Ski-Legende Franz Klammer aus Österreich bescheinigte Vonn, „einen Vollschuss“ zu haben, falls sie trotz ihrer Knie-Vorgeschichte starten wolle. Die US-Amerikanerin hatte ihre Laufbahn einst aufgrund schwerer Knieprobleme beendet.

Doch jetzt sprang ihr mit Marcel Hirscher ein echter Superstar zur Seite. Der Österreicher, der im alpinen Ski-Weltcup mittlerweile für die Niederlande fährt, verteidigte Vonn in der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“: „Die Lindsey ist jetzt 40 geworden, die ist alt genug. Sie weiß ganz genau, was sie macht und was sie sich zutrauen kann.“ Hirscher ist also überzeugt, Vonn habe die Comeback-Pläne wohlüberlegt geschmiedet.

Ski-Rückkehrer Marcel Hirscher (l.) nahm Lindsey Vonn für ihre Comeback-Pläne in Schutz. © MAXPPP / Rene Schulz / Imago

„Die Lindsey macht das nicht nur so“: Hirscher deutet Vonns Ski-Ambitionen an

Während Ski-Ikone Markus Wasmeier ein inszeniertes Comeback Vonns vermutet, traut ihr Hirscher „wirklich sehr viel zu, wenn sie schmerzfrei bleibt.“ Auch nach ihrer langen Pause habe sie stets den Anspruch, zu gewinnen. „Die Lindsey macht das nicht einfach nur so“, betonte der 35-Jährige.

Die Ski-Queen, die bislang 82 Weltcup-Rennen und wie er selbst achtmal den Gesamtweltcup gewann, habe die Popularität des Ski-Sports in den USA deutlich gesteigert. Auch der Schweizer Marco Odermatt, der amtierende Gesamtweltcup-Sieger, äußerte sich positiv über Vonn: „Ich habe Lindsey in Copper Mountain live gesehen. Sie hat auf mich einen richtig guten Eindruck gemacht“, sagte er dem Blick.

Hirscher von Vonn-Comeback begeistert – doch er tut sich derzeit schwer

Weltcup-Comebacker Hirscher, der jetzt für die Niederlande fährt, bezeichnet es als „großartig, wenn so jemand Großer, der für den Sport so viel gemacht hat, sich jetzt wieder zum Skisport hingezogen fühlt und sagt, ich will wieder dabei sein“.

Das trifft auf ihn selbst ebenso zu. Doch nach seinem vielversprechenden Wiedereinstieg zu Saisonbeginn in Sölden (23. Platz beim Riesenslalom) tut er sich derzeit schwer. So wurde er beim Slalom in Levi 46., ehe er zuletzt in Gurgl mit erheblichen Problemen vorzeitig ausschied.

Auch Hirscher wurde für Weltcup-Rückkehr scharf kritisiert

„Ich muss ehrlich sagen, ich habe geglaubt, dass es leichter sein wird“, gestand Hirscher in der ORF-Sendung in einer ersten Beurteilung seiner Rückkehr ein. Auf Lehren aus dem ersten Teil seiner Karriere, die er eigentlich 2018 beendet hatte, könne er nun nicht mehr zurückgreifen.

Hirscher hat nach dem enttäuschenden Rennen von Gurgl einiges aufzuarbeiten. Der 35-Jährige tritt daher zumindest beim nächsten Riesenslalom im US-amerikanischen Beaver-Creek (8. Dezember) nicht an. „Ich bleibe daheim, ich habe echt viel zu tun“, sagte er.

Ski-Fans können gespannt sein, zu sehen, ob und wie er zurückschlägt, und sich zudem auf Vonns Rückkehr freuen. Auch Hirscher hatte sich nach seiner Comeback-Ankündigung einiger Kritik ausgesetzt gesehen – vor allem wegen einer Wildcard-Regelung. (wuc)

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