Der betroffene Zoo war einst ein populärer Ausflugsort in NRW – jetzt ist er geschlossen. Das Veterinäramt hat ihm die Genehmigung entzogen.
Metelen – „Leider haben wir geschlossen“: Wer auf die Website des Dinozoos Metelen schaut, stößt auf diese Meldung. Das wird auch vorerst so bleiben – denn dem Zoo ist vom Veterinäramt des Kreises Steinfurt die Genehmigung entzogen worden. Wie der Name es schon sagt, sind in dem Zoo Dinosaurier-Attrappen ausgestellt gewesen – von T-Rex bis Brachiosaurus. Aber nicht nur die unbeweglichen Urzeit-Bewohner konnten in dem Park in Metelen begutachtet werden. Der Zoo war auch Heimat verschiedener Tierarten wie Alpakas, Kängurus oder Polarfuchse.
Tier- und Artenschutzrechtliche Auflagen wurden nicht eingehalten
Zoos und Wildparks werden in der Regel einmal jährlich kontrolliert, wie Jana Uppenkamp, Pressesprecherin vom Kreis Steinfurt, auf Anfrage von wa.de mitteilt. „Die Anforderungen, die für eine veterinärrechtliche Erlaubnis zum Betreiben eines Zoos notwendig sind, wurden vom Betreiber nicht erfüllt.“ Konkret habe das Veterinäramt Probleme bei der Haltung einzelner Tierarten festgestellt: So konnten Tier- und Artenschutzrechtliche Auflagen und Anforderungen nicht eingehalten werden.
Auch Auflagen von sicherheitsrelevanter Art seien nicht eingehalten worden. Zudem sei vor Ort nicht genügend qualifizierte und sachkundige Pflegekräfte eingestellt gewesen, um das Wohlergehen der Tiere zu gewährleisten. Dass der Dinozoo diese Mängel aufwies, war nichts Neues. So habe das Veterinäramt den Zoobetreiber schon bei den vorherigen Kontrollen auf diese Missstände hingewiesen: „Die Probleme wurden jedoch nicht dauerhaft beseitigt.“ Die Tiere wurden in „anderen geeigneten Einrichtungen“ untergebracht, teilt Uppenkamp zudem mit.
Aktuell keine Anfragen zu Wiedereröffnung
Die Anfrage von wa.de beim Zoo-Betreiber wurde nicht beantwortet – darüber, wie es jetzt mit dem Gelände weitergehen könnte, gibt es daher aktuell keine neuen Informationen. Laut Uppenkamp liegen beim Kreis Steinfurt aktuell zumindest keine Anfragen zu einer Wiedereröffnung vor. Und die Konzepte für eine Eröffnung unter anderen Bedingungen müssten ohnehin erst geprüft werden.
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