Schon seit Tagen machte das Gerücht die Runde. Nun scheint alles klar zu sein mit einem Ex-Profi des FC Bayern. Dieser soll den aktuellen Verantwortlichen entlasten.
München – „Wenn die Bayern ihn wollen, dann kriegen sie ihn auch.“ So sagte es 1999 (!) Michael A. Roth, damals mächtiger Präsident des 1. FC Nürnberg. Nun, 27 Jahre später, scheint sich die Geschichte bezogen auf einen aktuellen Nürnberger zu wiederholen. Kürzlich meldete bereits der kicker, dass Michael Wiesinger seinen Wechselwunsch hinterlegt habe. Jetzt verkündet die Bild, dass sich der 53-Jährige mit dem deutschen Rekordmeister einig sei.
Im kommenden Sommer soll Wiesinger das Amt als neuer Leiter des Bayern-Campus antreten. Als Entlastung für Jochen Sauer, der extrem viel Zeit für das Projekt „Red and Gold“ aufbringen muss. Durchaus kurios: Der FC Bayern muss für den neuen Nachwuchs-Boss scheinbar in die Tasche greifen, weil Wiesinger noch ein langfristiges Arbeitspapier beim FCN hat. Heißt: Der FCB zahlt wohl eine Ablösesumme.
Unter Wiesinger als Nachwuchs-Chef schafften Uzun, Brown und Jeltsch den Durchbruch
Mit Blick auf Wiesingers Wirken in den vergangenen Jahren ist das durchaus zu erklären. Auf dem Club-nahen Portal CLUBFOKUS heißt es unter anderem: „Eine Personalie, die dabei (Anm. d. Red.: Gemeint die Erfolge der Nürnberger Jugend) eine wichtige Rolle spielte, ist Michael Wiesinger. Der Ex-Profi arbeitet beim FCN seit 2019 als Leiter der Nachwuchsabteilung und wird für seine Arbeit extrem geschätzt.“
Dafür beispielhaft drei Namen, die mittlerweile auch in der Bundesliga für Furore sorgen: Can Uzun, Nathaniel Brown und Finn Jeltsch. Die beiden Erstgenannten erleben zwar aktuell mit Eintracht Frankfurt eine längere Talfahrt, sind aber beide bereits zu Nationalspielern mutiert: Der 20-jährige Uzun für die Türkei, der 22-jährige Brown für Deutschland. Und der 19-jährige Jeltsch gehörte zuletzt zum Stamm der Stuttgarter Abwehr.
Das Trio zählt zu einer Vielzahl von Spielern, die unter der Leitung von Wiesinger den Durchbruch von Nachwuchsspielern zu Bundesliga-Profis schafften. Der 53-Jährige selbst wurde 1993 zum Profi, spielte bis 2007 im Bundesliga-Bereich. Und wechselte 1999 zum FC Bayern – so, wie es zwei Jahre zuvor ein gewisser Michael A. Roth vorhergesehen hatte. So lang wird es dieses Mal mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dauern … (rele)