Eine Lawine löst einen Großeinsatz in Tirol aus. 18 Personen sind verschüttet, mehrere Gemeinden und sogar ein Helikopter sind im Einsatz.
Niedertal – Verheerender Lawinen-Abgang im Öztal. Ein Schneebrett hat das Gemeindegebiet von Vent getroffen, es soll gegen 11 Uhr in über 2000 Metern losgelöst worden sein. 18 Personen verschüttet haben, berichten österreichische Medien. Laut der Krone-Zeitung gab es zwei Tote. Heute.at spricht von einem Todesopfer. Vier Personen wurden demnach mittlerweile lebend geborgen.
Im Gebiet der Lawine befindet sich ein Fahrradweg, den sie überrollt haben soll. Die Bergungsarbeiten laufen – und es droht weitere Gefahr.
Lawine verschüttet Menschen in Tirol: Mehrere Gemeinden schicken Rettungskräfte
Am Großeinsatz beteiligt sind die Rettungstrupps mehrerer Gemeinden. Sowohl die Bergrettung Obergurgl, als auch Sölden und Längenfeld sind haben Teams geschickt. Hundeführer sind im Einsatz, um verschüttete Menschen zu finden. Zudem unternehmen Helikopter der Bergrettung einen Sichtflug über die Unfallstelle, um die Situation besser einzuschätzen. „Sammelpunkt der Bergretter ist derzeit Vent“, heißt es von der Bergrettung Sölden. Auch eine Lawinensprengung könnte vorgenommen werden.
Die Situation ist für die Einsatzkräfte äußerst gefährlich, denn in dem Gebiet drohen weitere Lawinen abzugehen, erklärten Gregor Franke von der Zentrale der Tiroler Bergrettung und Franz Josef Fiegl, Obermann der Bergrettung Sölden der Tiroler Tageszeitung. Beim Vorfall handelt es sich offenbar um eine sogenannte Selbstauslösung.
Der Gesundheitszustand der geborgenen Personen ist noch nicht öffentlich bekannt. In den vergangenen Wochen kam es in Tirol mehrfach zu Lawinen, die teilweise große Suchaktionen zur Folge hatten. Vor kurzem starb dabei unter anderem ein Deutscher bei einem Lawinen-Unfall.