950 Jahre Gmund: Gemeinde startet gut gelaunt ins große Fest-Wochenende

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Herzlich begrüßten Seniorenbeauftragte Martina Ettstaller und Bürgermeister Alfons Besel die Gmunder Senioren im Innenhof von Gut Kaltenbrunn. © Thomas Plettenberg

Einen entspannten Start in ihr Festwochenende legte am Freitag (30. Mai) die Gemeinde Gmund auf Gut Kaltenbrunn hin. Rund 250 Senioren genossen bayerisches Lebensgefühl mit Musik und Geschichten über die Heimat.

Gmund - Pünktlich zum 12 Uhr-Läuten und somit zum Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des 950-jährigen Bestehens der Gemeinde meldete sich der Sommer im Tal. Zeitgleich strömten zahlreiche Senioren in den liebevoll geschmückten Innenhof von Gut Kaltenbrunn, der angesichts von Temperaturen um die 25 Grad noch mit etlichen Sonnenschirmen aufgerüstet worden war. Seniorenbeauftragte Martina Ettstaller und Heidi Huber vom Sozialamt hießen die Besucher mit Hendl- und Biermarken willkommen. Die Siebenhüttenmusi mit Marinus Bruckmeier sowie Kilian und Andreas Nagel, die diesjährigen Gewinner des Traunsteiner Lindls, spielten unterhaltsam auf, und Moderatorin Sabine Kirchmair begrüßte die Gäste herzlich: „Die Festlichkeiten mit den Senioren zu starten, ist ideal, denn der Seniorennachmittag der Gemeinde Gmund ist immer ein Höhepunkt.“

Junge Musikgruppen spielen für Senioren auf

Dass gleich drei junge Musikgruppen für die älteren Mitbürger aufspielten, verlieh dem Nachmittag eine besonders schöne Atmosphäre. So präsentierte sich die Blasmusik der Musikschule Tegernseer Tal mit 16 Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren, und das Musikschulkonzert mit den Gmunder Grundschülern, dem auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner als Tante einer der Musikerinnen beiwohnte, wurde zum generationenübergreifenden Familienfest.

Besel: „Ihr habt Gmund zu einer lebenswerten Gemeinde gemacht“

Bürgermeister Alfons Besel hieß die Besucher herzlich willkommen und bat sie, das gute bayerische Lebensgefühl zu genießen. Eine 950-Jahr-Feier sei etwas sehr Besonderes, meinte Besel. In dieser Zeit häuften sich die Geschichten, die die Gmunder über die Jahrhunderte hinweg zusammengetragen haben und die von Generation zu Generation weitergegeben werden. „Danke, dass Ihr die Gemeinde über die Generationen getragen habt und Gmund zu dieser lebenswerten Gemeinde gemacht habt“, rief Besel den Senioren zu und schloss dabei auch Ehrenbürger und Heimatforscher Beni Eisenburg und Archivar Gerhard Seidl ein. Dem Aufruf Besels, es sich gut gehen zu lassen, schloss sich auch Martina Ettstaller an, die seit zehn Jahren das Amt der Seniorenbauftragten ausfüllt. Sie und das Organisationsteam mit Heidi Huber, Kerstin Putzierer und Bettina Prestel erhielten einen Extra-Applaus.

Heimatkenner erzählen Geschichten über Gmund

Zwischen den Musikbeiträgen interviewte Kirchmair einzelne Gäste dazu, wie sich die bodenständige und familienfreundliche Tal-Gemeinde über die Jahrzehnte hinweg entwickelt hat. Eisenburg etwa berichtete, wie beachtlich es sei, was Gmund für die Senioren alles leiste. Gerhard Seidl seinerseits erinnerte daran, dass in Kaltenbrunn schon seit 400 Jahren Gastronomie ansässig sei, während der Gasthof Maximilian (seit 1400) als älteste Gaststätte im Tegernseer Tal gelte. Künstlerin Lucia Kordecki erzählte von der künstlerischen Entwicklung Gmunds, und Hans Joachim Friese, 51 Jahre lang Busfahrer im Tal, von der Verkehrsentwicklung.

So manch einer sicherte sich einen Termin in der Rätsel Stube, sprich dem Escape-Room, wo man 34 Minuten Zeit hat, um durch logisches Denken und historisches Wissen einen Schatz zu heben und sich ein echtes „Gmunder Gscheithaferl-Armband“ zu erarbeiten.

ak

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