Basketball-Duo aus dem Oberland erfolgreich bei Senioren-WM

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Nur den Italienerinnen musste sich Sybille Wiedenmann (r.) und ihr Team geschlagen geben. Die Ü50-Männer um Florian Willkomm landeten auf Rang fünf. © Privat

Die Weilheimer Basketball-Ikonen Sybille Wiedenmann und Florian Willkomm starteten bei der Senioren WM. Mit ihren Teams holten sie in der Schweiz Top-Ergebnisse.

Locarno – Die internationalen Titelkämpfe der Senioren-Basketballer standen in der Vergangenheit stets im Kalender der Korbjäger aus Weilheim. Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft, die in der Schweiz ausgetragen wurde, wäre normalerweise ein Quartett aus der Kreisstadt am Start gewesen.

Michaela Fuchs und Zvjezdana Culum, die beide im vergangenen Jahr noch bei der Senioren-Europameisterschaft in Pesaro (Italien) dabei waren, mussten dieses Jahr allerdings verletzungsbedingt passen. Damit hielten Sybille Wiedenmann und Florian Willkomm die Weilheimer Farben hoch.

Willkomm und Wiedenmann bei WM erfolgreich

Wiedenmann trug das Trikot der Nationalmannschaft in der Altersklasse Ü55 und Willkomm in der Ü50-Riege. Die beiden gehörten zu den über 5000 Frauen und Männern, die in 400 Mannschaften bei der FIMBA (Federación Internacional de Maxibasquetbol) im Einsatz waren. Innerhalb einer Woche wurden dabei in über 25 Hallen in den Städten Locarno, Bellinzona und Lugano rund 1200 Spiele ausgetragen.

„Der legendäre Center Arvydas Sabonis aus Litauen schaute vorbei und auch Toni Kukoc aus Kroatien, der ehemalige Mitspieler von Michael Jordan bei den legendären Chicago Bulls. Mitgespielt haben sie allerdings nicht“, berichtete Willkomm, der mit der deutschen Auswahl unter 34 Mannschaften letztlich auf einem guten fünften Rang landete.

Die deutsche Ü50 holte sich durch Siege gegen Griechenland (78:45) und Italien C (72:28) Platz eins in ihrer Vorrundengruppe. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sie sich im Achtelfinale mit 69:49 gegen die Auswahl aus Irland durch. Im Viertelfinale kam es dann zum Aufeinandertreffen mit Italien A, einem der großen Favoriten. „Sie waren auch zu stark“, räumte Willkomm nach der 60:73 Niederlage ein.

Sieg gegen Polen im Platzierungsspiel

Im abschließenden Platzierungsspiel gegen Polen gelang es den Deutschen, in den Schlussminuten noch Akzente zu setzen und einen Rückstand wettzumachen. Durch den 59:56-Erfolg sicherten sie sich Platz fünf. Den Weltmeistertitel holte sich Serbien nach einem Finalsieg gegen Italien A. Willkomm kam pro Spiel im Schnitt 12:43 Minuten zum Einsatz und erzielte dabei durchschnittlich drei Punkte.

Wiedenmann feierte mit der deutschen Mannschaft (Team Valdo) gegen Brasilien (73:25) und Kolumbien (74:19) zwei deutliche Erfolge in der Vorrunde. Nach dem Gruppensieg trafen sie im Achtelfinale auf Mexiko, das sie hauchdünn mit 43:42 in die Schranken weisen konnten. Im Halbfinale wartete auf die deutschen Ü55-Damen das Team aus Estland. Gegen den Erzrivalen gelang es den Frauen, einen Rückstand noch zu drehen, was dem Team letztlich den Finaleinzug bescherte.

Dort bekamen es die Deutschen mit den Italienerinnen zu tun. In einem ausgeglichenen Endspiel lag das Team von Sybille Wiedenmann mit acht Punkten in Front – nur um am Ende mit einer bitteren 38:43-Niederlage vom Platz zu gehen. Nach mehreren Goldmedaillen für das Team reichte es so lediglich zu Silber. Sybille Wiedenmann steuerte pro Spiel fünf Punkte bei und kam durchschnittlich 27:04 Minuten zum Einsatz.

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