Immense Bahn-Panne in den Alpen: 1000 Menschen stecken stundenlang fest

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Hoch – aber nicht wieder runter. Touristen auf dem Jungfraujoch in der Schweiz waren nach einem Ausfall der Bahn stundenlang dort gestrandet.

Wengen – Eine Bergtour mit Aussicht ist für viele Ausflügler ein Traumziel – doch was, wenn man nicht mehr runter kann? Bei einem Ausflug aufs Jungfraujoch in den Berner Alpen der Schweiz mussten etliche Touristen stundenlang ausharren. Auf 3454 Metern pilgern Touristen mit der Jungfraubahn zu der spektakulären Aussichtsplattform. Die Station gilt als der höchstgelegene Bahnhof Europas und trägt den Beinamen „Top of Europe“. Doch am Donnerstag (31. Oktober 2024) war die Jungfraubahn eine Einbahnstraße nach oben.

Wie mehrere Schweizer Medien berichten, lösten sich kurz vor 13 Uhr Steine im Tunnel, der die Berg- und Talstation verbindet. Dies führte laut Jungfraubahn-Sprecherin Kathrin Nägeli zu einer technischen Störung. Zuerst schrieb der Blick darüber.

Züge müssen umkehren – Touristen auf dem Jungfraujoch warten stundenlang

Demnach mussten die Züge unterhalb der Schadensstelle zur Station Eigergletscher zurück manövriert werden. Für die Touristen, die bereits nach oben gefahren waren. „Die Leute auf dem Jungfraujoch mussten warten. Wir hoffen, dass sie wenigstens das schöne Wetter geniessen konnten“, erklärte Nägeli. Für die Touristen gab es immerhin gratis Wasser, Tee und Kaffee. Drei Stunden lang fuhr kein Zug.

Erst, nachdem die Mitarbeiter die Strecke wieder freigegeben hatten, fuhr um 15.45 Uhr der erste Zug vom Jungfraujoch Richtung Grindelwald, so die Sprecherin gegenüber SRF. Am Freitag soll der Betrieb planmäßig weiterlaufen. In der Schweiz mussten nach einem Erdrutsch zuletzt Hubschrauber Touristen ins Tal bringen.

Jungfraubahn: Mitarbeiter verteilen Schokolade an gestrandete Touristen

Laut einer Touristin aus Luzern verteilten Mitarbeiter auch Schokolade und entschuldigten sich. Dies äußerte sie gegenüber Blick. Hunderte Menschen seien wartend auf dem Boden gesessen. „Außer im Restaurant gibt es keine Sitzgelegenheiten.“ Auch Informationen hätten sie nicht bekommen. Einer der Touristen habe ihrem Mann seinen Platz auf der Treppe angeboten, weil er gemerkt hatte, dass dieser in seinem Alter nicht auf dem Boden sitzen könne. Rundherum seien alle „am Fluchen“ gewesen. Immerhin sei das Wetter gut gewesen. „Stahlblauer Himmel und eine herrliche Sicht.“

Die Jungfraubahn in den Schweizer Alpen stand still.
Die Jungfraubahn in den Schweizer Alpen stand still. © IMAGO/xWirestockx

Laut Nägeli mussten rund 1000 Personen ins Tal gefahren werden. Gäste, die unten angekommen waren, aber nicht zum Jungfraujoch hochfahren konnten, bekamen ihr Geld zurück oder ein Ticket für einen anderen Tag. Das Jungfraujoch an der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis lockt mit ganzjährig Schnee und Eis und gilt als Winter-Paradies. Dort gibt es auch das Sphinx-Observatorium. Jährlich besuchen das Jungfraujoch etwa eine Million Touristen. Ein Gast warf einem Alpen-Restaurant indes zuletzt „Abzocke“ vor. (cgsc)

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