Freising feiert mit der Zehntelsekunde ein buntes Miteinander und neue Perspektiven

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Chinesische Frauengruppe: sie begeisterte das Publikum auf dem Interkulturellen Fest der Begegnung bei der Veranstaltungsreihe „Zehntelsekunde 2025. © privat

Freising verwandelte sich von Ende Juni bis Mitte Juli mit über fünfzig Veranstaltungen in ein Forum für Begegnung, Dialog und gelebte Vielfalt. Ein Rückblick

Freising – Wenn Menschen sich begegnen, entscheiden oft Bruchteile einer Sekunde, welches Bild wir uns voneinander machen. Genau hier setzt die Zehntelsekunde an – Freisings große Aktionsreihe für Vielfalt, Respekt und ein offenes Miteinander.

Die Zehntelsekunde 2025 in Freising - Auftakt: Café der Religionen

Organisiert von Integrationsbeauftragter Sina Hörl mit Unterstützung zahlreicher Vereine, Bildungseinrichtungen, Religionsgemeinschaften, Schulen und Initiativen verwandelte sich die Stadt vom 27. Juni bis 18. Juli in ein buntes Forum für Dialog, Begegnung und neue Perspektiven.

Mehr als 50 Veranstaltungen bei der Zehntelsekunde 2025 in Freising

Mehr als 50 Veranstaltungen – von Konzerten und Festen über Lesungen bis zu Workshops – machten spürbar, wie wertvoll der zweite Blick ist. Fast alle Angebote waren kostenfrei und luden die gesamte Stadtgesellschaft ein, mitzufeiern, mitzudenken und mitzudiskutieren.

Freising Frühstück zehntelsekunde 2025
Freising frühstückt: kulinarische Köstlichkeiten wurden im Rahmen der Zehntelsekunde 2025 in der Innenstadt ausgetauscht. © privat

Den schwungvollen Startschuss gab Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher am 27. Juni auf dem Marienplatz. Beim Café der Religionen kamen Vertreter unterschiedlicher Glaubensrichtungen bei Kaffee, Gebäck und lebhaften Gesprächen zusammen. Die Weltmusik-Gruppe von 3klang sorgte für beschwingte Klänge – und schnell wurde klar: Vielfalt klingt nicht nur gut, sie schmeckt und verbindet.

Bunter, lauter, lebendiger – das war das Fest der Begegnung am 29. Juni im Eckherpark. Von 11 bis 17 Uhr verwandelte sich das Areal rund um Musikschule und Jugendzentrum Vis-à-Vis in eine Bühne für Tanz, Musik, kulinarische Genüsse und fröhliches Miteinander.

Vorlesen, Verstehen, Verbinden: Sprache als Brücke

Geschichten verbinden – und genau das erlebten Kinder bei den Vorlesestunden in der Stadtbibliothek. Mit Fantasie und Leichtigkeit ging es um Toleranz, Gemeinschaft und Vielfalt. Besonders eindrucksvoll war die Lesung „Familie ist vielfältig – Was kann Familie bedeuten?“ am 9. Juli: Sie zeigte kindgerecht, dass Liebe und Zusammenhalt wichtiger sind als Rollenmuster. Im Diversity-Salon der Bücherei St. Lantpert griffen Erwachsene diese Themen auf und diskutierten in offener Runde über Lebensrealitäten und persönliche Perspektiven.

Alt trifft Jung – und alle lernen voneinander. Beim Tisch der Generationen im Rathaus kamen Menschen unterschiedlichster Altersgruppen zusammen, um Geschichten, Erfahrungen und Zukunftsvisionen zu teilen. Die von der VHS organisierte Begegnung machte erlebbar, wie wertvoll Dialog auf Augenhöhe ist – und wie stark er die Stadtgesellschaft bereichert.

Lesung: Was Männer kosten

Gesellschaftlich brisant und hochaktuell: In der Stadtbibliothek las Boris von Heesen aus seinem Buch „Was Männer kosten“. Mit klaren Fakten und spannenden Einsichten zeigte er, wie traditionelle Männlichkeitsbilder nicht nur der Gesellschaft, sondern auch Männern selbst schaden. Die anschließende Diskussion war intensiv und nachdenklich – und öffnete Türen zu neuen Rollenbildern, die mehr Freiheit, Verantwortung und Menschlichkeit ermöglichen.

Frühstück für alle: „Freising frühstückt“

Am 6. Juli hieß es mitten in der Innenstadt: Tische raus, Speisen auf den Platz, Vielfalt auf den Tellern! Beim großen Mitbringfrühstück auf dem Marienplatz kamen Menschen aller Generationen und Kulturen zusammen. Was blieb, war das Gefühl: Einfache Ideen können große Begegnungen schaffen.

Wie kann man Streit produktiv nutzen? Dieser Frage widmete sich der Workshop „Streit/Förderer“ am 10. Juli unter Leitung von Dr. Eva Feldmann-Wojtachnia. Anhand des Wertequadrats nach Schulz von Thun lernten die Teilnehmenden, Konflikte als konstruktive Kraft für Demokratie und Zusammenhalt zu sehen.

Die Zehntelsekunde 2025 - Mehr als eine Veranstaltungsreihe

Die Zehntelsekunde war ein Sommer voller Begegnungen, neuer Perspektiven und gemeinsamer Erlebnisse. Aus einer Zehntelsekunde erster Eindruck wurde vielfach echte Nähe und nachhaltige Verbundenheit. Die Begeisterung und der Wunsch nach Wiederholung sind groß: Freising will mehr davon – und die nächste Zehntelsekunde ist schon jetzt mit Spannung erwartet. red

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