Zwölf ehemalige FBI-Agenten kämpfen vor Gericht um ihre Jobs. Laut "AP" wurden sie entlassen, weil sie während eines Protests in Washington im Juni 2020 auf die Knie gegangen waren. Die Geste war damals ein Symbol der Solidarität mit der Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt, ausgelöst durch den Tod von George Floyd.
Die Agenten betonen jedoch, dass ihr Handeln keine politische Aussage war, sondern eine taktische Entscheidung, um die Situation zu beruhigen. Laut ihrer Klage wurden sie zu Unrecht als parteiisch eingestuft und deshalb entlassen.
Strategie verhinderte Gewaltausbruch
Die Agenten waren während der Proteste in Washington im Einsatz, hatten aber keine Schutzkleidung oder spezielle Ausbildung für den Umgang mit großen Menschenmengen. Als die Stimmung in der Menge aggressiver wurde, entschieden sie sich, auf die Knie zu gehen, um die Lage zu entschärfen.
Die Strategie funktionierte: Die Menge beruhigte sich und es kam zu keiner Gewalt. Interne Untersuchungen und das US-Justizministerium hatten damals bestätigt, dass die Aktion nicht politisch motiviert war. Trotzdem wurden die Agenten später unter dem neuen FBI-Direktor Kash Patel entlassen, wie "Politico" berichtet.
Ehemalige FBI-Agenten fordern Wiedereinstellung
Die ehemaligen FBI-Mitarbeiter werfen Patel vor, sie aus politischen Gründen entlassen zu haben. Sie fordern ihre Wiedereinstellung, Schadensersatz und die Löschung der Vorwürfe aus ihren Akten.
Laut ihrer Klage habe die Entlassung nichts mit ihrem Verhalten zu tun, sondern sei eine gezielte Maßnahme gegen Mitarbeiter, die als Gegner von US-Präsident Donald Trump wahrgenommen wurden. Das FBI hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.