Polizei erschießt Asylbewerber nach Messerangriff in Wangen – Beamter schwer verletzt
Ein Polizeieinsatz in Wangen in Baden-Württemberg endete tödlich, als Beamte einen bewaffneten Mann erschossen, der sie mit einem Messer bedrohte.
Wangen – Bei einem Polizeieinsatz in Wangen südöstlich von Stuttgart ist ein Mann erschossen worden, der zuvor Beamte mit einem Messer bedroht hatte. Ein Polizist wurde bei dem Vorfall schwer verletzt. Der Einsatz ereignete sich am Donnerstag, als die Polizei den Mann zu einem Gerichtstermin abholen wollte.
Messerangriff in Wangen: Polizist erschießt Asylbewerber – Beamter schwer verletzt
Nach Angaben der Polizei wollten Beamte einen 27-jährigen Mann zu einem Gerichtstermin abholen, als die Situation eskalierte. Der Mann bedrohte die Polizisten plötzlich mit einem Messer. Daraufhin machten die Beamten von der Schusswaffe Gebrauch und erschossen den Mann. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schwer verletzt. Die Gegend um den Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Ein Polizeisprecher betonte, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe.
Polizist in Wangen bei Stuttgart verletzt: Afghanischer Asylbewerber als mutmaßlicher Täter identifiziert
Bei dem getöteten Mann handelt es sich um einen afghanischen Asylbewerber. Weitere Details zu den Hintergründen des Einsatzes oder der Identität des Mannes wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen. Der schwer verletzte Polizeibeamte wurde medizinisch versorgt. Der Schusswaffengebrauch wird nun, wie bei solchen Fällen üblich, von den zuständigen Behörden untersucht. Nach Informationen von Bild wurde zuerst der Polizist verletzt – erst nach diesem Angriff soll es zur Schussabgabe der Polizei gekommen sein. Auch die Stuttgarter Zeitung berichtet von einem Messerangriff des Mannes. Tatort sei eine Geflüchtetenunterkunft.
Reaktionen nach Polizeieinsatz in Baden-Württemberg – „Wieder ein Messer“
Der aktuelle Angriff auf die Polizei zeige, wie die Gewalt gegen Polizeibeamte immer weiter steige, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Ralf Kusteter laut dpa. „Immer mehr und mehr werden wir Opfer von Gewalt. Wieder ein Messer.“ Die Politik scheine hilflos oder nicht bereit zu sein, die richtigen Maßnahmen zu treffen. „Wir sind die politischen Bestürzungs-, Beileidsbekundungen und Genesungswünsche leid. Wann wendet sich der Innenminister den Problemen zu – denjenigen, die Messer mit sich führen?“, sagte Kusterer.
Vor einigen Wochen sorgte ein Messerangriff einer Frau in Hamburg bundesweit für Schlagzeilen – es gab zahlreiche Verletzte.