Von wegen perfekte Camping-Idylle: Haager Autor verarbeitet auf der Bühne eigene Erfahrungen

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Auf einen Campingplatz entführt das Ensemble des Theatervereins Haager Komödienbrettl in ihrem Stück „Schöne Aussichten oder Warum musste Elvis sterben“. © Maria Martin

Das Haager Komödienbrettl führt zum 35-jährigen Bestehen das neueste Stück von Reinhard Seibold auf. Es geht um die andere Seite des Urlaubs im Grünen.

Haag – Klappstuhl, Gartenzwerg und die schwarz-rot-goldene Deutschlandfahne: Auf der Bühne im Theatersaal in Haag hat es sich ein älteres Ehepaar vor einem Camping-Mobil bequem gemacht. Die perfekte Idylle, wie man zunächst meint. Von wegen. In seinem neuen Stück „Schöne Aussichten oder Warum musste Elvis sterben“ zeigt Autor und Theaterregisseur Reinhard Seibold aus Untermarchenbach die andere Seite des Urlaubs im Grünen. Die Komödie des Theatervereins Haager Komödienbrettl feiert am 13. März Premiere. Eine besondere Aufführung: Denn das Haager Komödienbrettl feiert heuer sein 35-jähriges Bestehen. Stücke aus der Feder von Reinhard Seibold werden seit 30 Jahren inszeniert.

Seibold zeichnet bereits für 26 Inszenierungen verantwortlich

Seine eigenen Erfahrungen beim Campen in der Natur habe er in dem Stück verarbeitet, sagt Seibold. Während einer der zahlreichen Proben im Vorfeld der insgesamt sechs Aufführung im März nimmt sich der Untermarchenbacher Zeit, um über die zurückliegenden Jahre zu sprechen. 26 Inszenierungen aus seiner Feder wurden in diesem Zeitraum von den rührigen Haager Schauspielerinnen und Schauspielern auf die Bühne gebracht. Eines, das ihm vor allem in Erinnerung geblieben sei, war die Freiluftaufführung „Servus Bockerl“, die 2004 zur 1200-Jahr-Feier von Haag als „Open-Air-Musical“ vor 4000 Besuchern gespielt wurde. „Ein Höhepunkt in der Historie des Vereins“, ist sich Seibold sicher.

Die Geschichte der Lokalbahn, dem „Hallertauer Bockerl“, das im letzten Jahrhundert die Städte Mainburg und Freising über die Schiene verbunden hat, sei professionell dargestellt worden. Man habe aber auch allerhand „Umstand“ gehabt. „Nach jeder Aufführung mussten wir das Schienenfahrzeug – es ist im Original erhalten (Anm. d. Red.) – in den Lokschuppen zurück schieben“, sagt der Autor und Regisseur.

„Schöne Aussichten oder Warum musste Elvis sterben“ verspricht beste Unterhaltung

Auch das Stück „Tutto Bene“, das in Italien spielt und 2013 in bayerischer Mundart aufgeführt wurde, habe hohe Wellen geschlagen, erinnert sich Seibold. Sogar filmische Elemente seien in die Aufführung mit eingeflossen. Rückblickend könne er sagen, dass die eigene Biografie immer auch ein wenig „Rohstoff“ für das Theater geliefert habe. Das 27. Stück „Schöne Aussichten oder Warum musste Elvis sterben“ verspricht wieder gute Unterhaltung, jede Menge Situationskomik, viele skurrile Wendungen und wird sicherlich den Publikumsgeschmack treffen. Apropos Publikum: Dieses solle doch in Badekleidung kommen. „Wenn das Stück schon auf einem Campingplatz, an einem See irgendwo in Deutschland spielt“, sagt Seibold und lacht. „Wir heizen auch ein“, so sein Versprechen.

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