Ladenschluss: Brucks Geschäfte sollen öfter abends öffnen dürfen

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Statt bis 20 Uhr sollen die Brucker Geschäfte einige Tage auch länger verkaufen dürfen. © -

Der Brucker Gewerbeverband begrüßt die Lockerung des Ladenschlussgesetzes. Die Geschäfte sollen die Möglichkeit bekommen, länger zu öffnen - mit Aktionen.

Fürstenfeldbruck - Fridays Club oder kürzlich der Open Friday: Mit derartigen Aktionen versuchen die Unternehmer in der Stadt, etwas für ihre Kunden zu tun und neue zu gewinnen. Doch zum einen erfordert das oft eine Genehmigung. Zum anderen durfte ab 20 Uhr nicht mehr verkauft werden, obwohl die Gäste noch länger blieben. Denn das erlaubte das bayerische Ladenschlussgesetz nicht. Doch nun gibt es Lockerungen.

Mit der jüngsten Änderung sind bürokratische Hürden abgebaut, und die Kommunen und Gewerbetreibenden erhalten mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Verkaufszeiten. „Diese Entscheidung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Praxisnähe und Eigenverantwortung“, sagt Franz Höfelsauer, Vorsitzender des Ortsverbands im Bund der Selbstständigen (BdS). „Sie ermöglicht es, schneller und unkomplizierter auf lokale Bedürfnisse einzugehen.“ So habe man mit dem Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung eine tragfähige und flexible Lösung gefunden.

Sieben Verkaufsabende

Bisher musste etwa eine Ladenöffnungszeit bis 23 Uhr im Rahmen der Mobiltätsschau extra genehmigt werden, erklärt Höfelsauer. Künftig geschieht dies über eine Rechtsverordnung, die der Stadtrat im Frühjahr für das gesamte Jahr erlässt. Dort werden nun nicht nur die vier verkaufsoffenen Sonntage – beim Frühlingsmarkt zum Volksfest, dem Altstadfest, dem Herbstmarkt nach der Leonhardifahrt sowie auf Höfelsauers Antrag bei der Mobilitätsschau – festgelegt, sondern auch sieben weitere zusätzliche Verkaufsabende.

Fünf dieser Abende werden für den Open Friday beantragt – eine Aktion des Stadtmarketing-Forums. Denn so kann man länger als bis 20 Uhr verkaufen. „Ob wir es auch durchführen, werden wir sehen“, sagt Peter Schmid, Vorsitzender des Stadtmarketing-Forums. „Denn es macht nur Spaß, wenn viele mitmachen.“ Er kenne positive Beispiele aus anderen Städten.

Die zwei weiteren Abende will Franz Höfelsauer dem Center Buchenau im Brucker Westen zuschlagen, etwa für ein Sommer- oder Herbstfest. Hier müsse er aber erst noch mit den Gewerbetreibenden sprechen, ob Interesse besteht. „Sie sollen nicht benachteiligt werden.“

Unternehmer müssen es nutzen

Zudem erlaubt das neue Gesetz den Geschäften, viermal im Jahr bis 24 Uhr zu öffnen. So etwas biete sich für Firmenfeiern oder ähnliches an. Das muss nur 14 Tage vorher mit einer formlosen Mitteilung beim Ordnungsamt gemeldet werden. Die Genehmigung sei kostenfrei. „Und man braucht keine großen Vorlagen mehr ausfüllen“, erklärt Höfelsauer.

Stadtmarketing-Forum und BdS begrüßen die Neuerungen. Es sei ein Gewinn für Bürger und Betriebe und stärke die Innenstadt als attraktiven Einkaufs- und Begegnungsort. „Wichtig wäre, dass die Unternehmer die Möglichkeiten nutzen“, sagt Höfelsauer. Er könnte sich vorstellen, dass der Gewerbeverband versucht, diese Termine für gemeinsame Aktionen zu bündeln, um damit mehr Leben in die Stadt zu bringen.