Andy Kassners „Weihnachtshaus“ in Deining: Ab Samstag leuchten rund 150 000 Kerzen in die Weihnachtszeit

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In voller Pracht: Das Lichterhaus in Deining wird auch in diesem Jahr viele Schaulustige anlocken. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Andy Kassners Lichterhaus im Eglinger Ortsteil Deining leuchtet ab diesem Wochenende wieder den Weg in die Vorweihnachtszeit.

Deining – Der Countdown läuft. In wenigen Stunden wird das „Weihnachtshaus“ in Deining in vollem Glanz erstrahlen. Dass es das tut, war lange ungewiss. „Ich habe mir lange überlegt, ob ich es wieder mache“, sagt Initiator Andy Kassner. Schließlich habe er in seinem „Tierparadies Loisachkanal“ mit Pony-Kinderreiten und Alpaka-Wanderungen genug zu tun.

Und dann sind da noch die Folgen eines schweren Arbeitsunfalls, die nach wie vor ärztliche Behandlungen erfordern. Doch dann kam eine Anfrage via Facebook. Kassner signalisierte vorsichtige Bereitschaft – und erntete innerhalb von Stunden ein Like nach dem anderen. Für ihn war das „dann sozusagen eine Verpflichtung“.

Im September machte sich der Deininger daran, den Weihnachtsschmuck, der den Sommer über in einem ausgedienten Hundezwinger untergebracht ist, herauszusuchen. Er tauschte quasi den Platz mit der Deko, mit der seine Mutter Angelika die Pyramide im Garten während der warmen Jahreszeit bestückt hatte.

„Ein Netz und Lichterschläuche auf dem Dach des Hauses hatte ich gelassen – das ersparte mir jetzt Zeit.“ Dann hieß es, die Figuren – wenn nötig – zu reparieren, Lichterschläuche zu überprüfen – und das Internet zu durchforsten. Denn für neue Ideen ist Kassner „immer aufgeschlossen“. In diesem Jahr kamen ein neues Rentier, das seinen Kopf bewegen kann, ein Tannenbaum und ein Hund mit Schlitten dazu. „Figuren zu sammeln, das ist eben mein Hobby, so wie andere immer wieder Modelleisenbahnen dazukaufen.“

Seit September am Aufbauen: Andy Kassner.
Seit September am Aufbauen: Andy Kassner. © sh

Das mit dem Hobby ist auch Kassners Erklärung, wenn er auf den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten angesprochen wird. „Das Haus leuchtet ja nur im Dezember und Januar. Das macht etwa 300 Euro mehr aus.“ Kaum zu glauben, wenn man die Lichterpracht sieht, die die Pyramide, Krippe, Eislandschaft und die unzähligen Tannenbäumchen sieht. „Zum einen haben wir die Einschaltzeiten minimiert“, sagt er. „Zudem sind es alles LEDs.“ Kassner lacht und erklärt: „Alles andere würde die Sicherung gar nicht schaffen.“ Wie viele Lichtchen leuchten, kann er nur grob schätzen: „So an die 150 000. Ich kann nächstes Jahr ja mal ein Quiz draus machen.“

Das erste Mal den Schalter umlegen wird er an diesem Samstag um 16.30 Uhr. Zudem erwarten die Besucher Kartoffelsuppe und Crêpes. Kassner hat nur eine Bitte: „Da wegen der Baustelle gerade alles etwas beengt ist, kann ich nur appellieren, dass alle ihre Autos in den Nebenstraßen abstellen oder, wenn möglich zu Fuß kommen. Die enge Hochstraße wird einfach als Durchgangsstraße gebraucht.“ SABINE HERMSDORF-HISS

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