Angriff auf Rüstungsunternehmen in Ulm – Israels Botschafter in Deutschland spricht von Terror

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Nach dem Angriff auf Elbit Systems in Ulm ermittelt der Staatsschutz. Israels Botschafter spricht gar von Terrorismus.

Ulm - Nach dem Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm hat das Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart die Ermittlungen übernommen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, gehen die Ermittler derzeit von einem extremistischen Hintergrund aus. Zudem werde geprüft, ob die Gruppe der mutmaßlichen Täter als kriminelle Vereinigung einzustufen ist.

Wer steckt hinter dem dem Anschlag auf das israelische Rüstungsunternehmen?

Bisher wurden fünf Verdächtige im Alter zwischen 23 und 39 Jahren festgenommen. Sie stammen aus Irland, Großbritannien, Spanien und Deutschland. Die Behörden gehen davon aus, dass drei bis vier weitere Personen an dem Anschlag beteiligt waren. Laut mehreren Medienberichten könnte ein Zusammenhang mit der Gruppierung „Palestine Action“ bestehen. „Palestine Action“ war im Juli 2024 in Großbritannien als terroristische Organisation eingestuft worden, nachdem Aktivistinnen und Aktivisten einen Militärstützpunkt betreten und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten.

Die mutmaßlichen Angreifer sollen am Montag gewaltsam in das Gebäude des israelischen Rüstungsunternehmens Elbit Systems eingedungen sein. Dort sollen sie mehrere Räume verwüstet und Teile der technischen Ausstattung zerstört haben. Vor dem Gebäude zündeten sie Rauchbomben und besprühten die Fassade mit Farbe. Der entstandene Schaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Elbit Systems stellt militärische Systeme her; die deutsche Tochtergesellschaft in Ulm entwickelt und produziert militärische Kommunikationstechnik.

ARCHIV - 08.09.2025, Baden-Württemberg, Ulm: Rote Farbe ist an einem Gebäude eines Unternehmens zu sehen. Nach einem Angriff mit Farbbeuteln und Rauchbomben ermitteln Staatsschutz und das Anti-Terrorismuszentrum die Hintergründe der Tat. (zu dpa: „Welche Extremisten stehen hinter Attacke auf Rüstungsfirma?“) Foto: Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nach einem Angriff mit Farbbeuteln und Rauchbomben auf das Rüstungsunternehmen Elbit ermitteln Staatsschutz und Anti-Terror-Zentrum. © Jason Tschepljakow/dpa

Angriff auf Rüstungsunternehmen in Ulm – Israels Botschafter spricht von Terror

Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, verurteilte den Angriff deutlich. „Diese Angriffe sind terroristische Akte – sie müssen klar benannt und hart bestraft werden“, erklärte er auf der Plattform X. „Antisemitismus und Terror dürfen in Deutschland keinen Platz haben.“ Prosor warf den mutmaßlichen Tätern vor, Unterstützer der islamistischen Hamas zu sein.

Die Terrororganisation hatte am 7. Oktober 2023 zusammen mit weiteren Extremisten Israel angegriffen, dabei etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 verschleppt. Seitdem führt Israel Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen. Zahlreiche internationale Organisationen werfen Israel in diesem Zusammenhang Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Völkerrecht vor. Die „International Association of Genocide Scholars“ spricht von einem Genozid. (Quellen: dpa, X, International Association of Genocide Scholars) (cf)

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