Wer kann bei so viel Herz und Leidenschaft auch nicht „Ja“ sagen? Um seiner Freundin die Frage aller Fragen zu stellen, hat sich ein Landwirt aus Sulzemoos etwas ganz Besonderes einfallen lassen.
Wer behauptet, dass Landwirte nicht romantisch sein können, wird in Sulzemoos eines Besseren belehrt: Ein einfacher Kniefall vor seiner Angebeteten reichte Thomas Schmid nicht aus. Der 24-Jährige fuhr die ganz großen Geschütze auf, mähte in eines seiner Felder ein gigantisches Herz mit den Initialen des Paares und machte schließlich in luftiger Höhe seinen Heiratsantrag.
Um das Wichtigste gleich vorwegzunehmen: Seine Aktion war erfolgreich, Freundin Daniela Rumler aus Welshofen sagte „Ja“. Schon acht Jahre lang sind die beiden ein Paar, seit einem Jahr wohnen sie zusammen. Im Sommer begann Schmid erstmals damit, sich konkrete Gedanken zu machen, wie er denn um die Hand der 26-Jährigen anhalten könnte. Thomas Schmid ist Landwirt aus Leidenschaft und Berufung. „Das ist mein Leben, meine Leidenschaft“, betont er. Deshalb wollte er bewusst eine Verbindung zwischen seinem Traumberuf und seinem Heiratsantrag herstellen.
Auf einem Feld westlich des Sulzemooser Sportplatzes schwang er sich auf seinen Schlepper und mähte mit einem Mulcher und GPS-Unterstützung seinen XXL-Liebesbeweis in die Zwischenfrucht. „Die Arbeiten haben etwa fünf Stunden gedauert. Als Erstes fuhr ich die Herzform ab und mulchte diese anschließend. Danach mulchte ich nach und nach von außen nach innen. Unsere Initialen habe ich per Hand gemulcht, ein Freund hat mir dabei mit seinem prüfenden Blick ein bisschen geholfen“, erklärt er.
Damit seine Freundin das Kunstwerk auch bestmöglich sehen konnte, musste sie natürlich von oben auf das Feld herabblicken. Also lieh sich Thomas Schmid kurzerhand einen Teleskoplader mit Ladekorb aus. Als schließlich der große Tag gekommen war, Thomas Schmid wählte dazu den Geburtstag seiner Freundin, damit sie bis zuletzt nichts ahnt, brachte er sie mit verbundenen Augen zum Feld.
„Ich habe ihr als Ausrede erzählt, dass ich ein besonderes Geburtstagsgeschenk für sie habe“, so Schmid. Anschließend ging es mit dem Teleskoplader nach oben, und in acht Meter Höhe nahm er ihr schließlich die Augenbinde ab. „Jetzt konnte sie nicht mehr aus“, sagt Schmid grinsend. Dann stellte er ihr DIE eine Frage, die sie natürlich freudig und mit Tränen in den Augen mit „Ja“ beantwortete, holte aus dem Versteck im Ladekorb den Verlobungsring und steckte ihn seiner Daniela an den Finger.
Wann genau die Hochzeitsglocken läuten und die beiden „Ja“ zueinander sagen, steht allerdings noch nicht fest. Im nächsten Jahr möchte das Paar standesamtlich und ein Jahr später in der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Sulzemoos kirchlich heiraten.