Mit einer Festschrift würdigt der Freisinger Verein für Nachhaltigkeit den 100. Geburtstag seines Mitgründers Wolfgang Haber – ein besonderer Professor.
Weihenstephan/Tüntenhausen – Er hat den Natur- und Landschaftsschutz wie kaum ein anderer mitgestaltet und gilt als einer der „Väter der Landschaftsökologie“ in Deutschland. Die Rede ist von Professor Wolfgang Haber, der am Samstag in Tüntenhausen seinen 100. Geburtstag feiert. Aus diesem Anlass gibt der Freisinger Verein für Nachhaltigkeit (VfN), den Haber vor 16 Jahren mitgegründet hat, eine Festschrift für den emeritierten Biologen heraus. Der Titel lautet „Nachhaltig hoffen angesichts unbequemer Wahrheiten“.
Aus dem Westen in den Süden
Der am 13. September in Datteln (nördliches Ruhrgebiet) geborene Jubilar promovierte nach seinem Studium in Botanik, Zoologie, Chemie und Geographie Ende der 50 Jahre an der Universiät Münster, bevor es ihn in den Süden der Republik verschlug. 1966 übernahm Wolfgang Haber die Leitung des neuen Instituts für Landschaftspflege der TU München in Weihenstephan. Einige Jahre später nannte er es in „Lehrstuhl für Landschaftsökologie“ um. Bis zu seiner Emeritierung (1993) war er Inhaber des Lehrstuhls.
Der Leiter des bayerischen Amtes für Waldgenetik, Joachim Hamberger, der mit Haber und dem Sozialethiker Prof. Markus Vogt den VfN ins Leben gerufen hat, hebt hervor, dass der Jubilar „wesentlich zur akademischen Etablierung ökologischer Forschung in Deutschland und weltweit beigetragen“ habe. Deshalb gebe man nun besagte Festschrift (Download unter https://nachhaltigkeit-ev.de/mutation-schriften-zur-nachhaltigkeit) heraus.
Zahlreiche namhafte Autoren
„Das Autorenteam ist namhaft“, sagt Hamberger. „Viele davon sind aus Weihenstephan.“ Inhaltlich gehe es um Hoffnung angesichts des Klimawandels und anderer Katastrophen. „Prof. Haber ist für mich und viele eine entscheidender Repräsentant dieser Art von Hoffnung.“ Die Beiträge stammen unter anderem von Uta Eser (Deutscher Ethikrat), Prof. Ingrid Kögel-Knabner (Lehrstuhl für Bodenkunde), Prof. Josef Settele (Helmholtz-Zentrum) und nicht zuletzt Erwin Huber (früherer Finanzminister und CSU-Chef).
ba/ft