38 Kandidaten gehen für die FDP ins Rennen. Die fünf Spitzenkandidaten haben klare Vorstellungen für den Landkreis Miesbach.
Politische Erfahrung ist beim FDP-Kreisverband gern gesehen, allerdings nicht in hauptamtlicher Sicht. „Bei uns treten keine Berufs-Politiker an, sondern engagierte Menschen mit politischer Berufung aus unserer Mitte“, sagte Kreisvorsitzende und Spitzenkandidatin Ursula Lex nun bei der Aufstellungsversammlung im Gasthof Bräuwirt in Miesbach.
38 Kandidaten gehen auf der FDP-Liste bei der Kreistagswahl ins Rennen, darunter 15 Frauen. „Berufliche Vielfalt und kommunalpolitische Erfahrung gepaart mit frischen Ideen und neuen Gesichtern“ würde sie alle einen, so Lex. Das Amt des Landrats strebe zwar keiner von ihnen an, doch gerade die fünf Spitzenkandidaten hätten sehr genaue Vorstellungen davon, was sie im Landkreis bewegen möchten.
Brücken bauen und „Umdenken zum Umlenken“
Lex als Frontfrau der Liste erklärte, sie wolle sich nach dem Rauswurf der FDP aus vielen Parlamenten „mit ganzer Kraft für die Wiederbelebung der liberalen Grundprinzipien“ einsetzen. Persönliche und wirtschaftliche Freiheit für jeden Einzelnen und die Nation seien „die Grundbedingungen für das Überleben unseres demokratischen Staates“. Diese würden von den Familien und Vereinen über Gemeinden und Landkreise bis auf Länder- und Bundesebene eine Rolle spielen. „Jeder ist oder wird von den Fehlern und falschen Weichenstellungen der Vergangenheit betroffen“, sagte Lex. Sie wolle Brücken bauen und weiter mit voller Kraft im Kreistag an einem „Umdenken zum Umlenken“ arbeiten.
Auch Platz zwei der Kandidatenliste der Kreis-FDP ist in Frauenhand: Die Malermeisterin und stellvertretende Obermeisterin Tatjana Blaske betonte in ihrer Vorstellung, dass sie sich seit jeher stark sozial engagiere und folglich auch im Kreistag soziale Projekte durch die Förderung der Zusammenarbeit und mit voller Energie unterstützen wolle. Seine langjährige Kreistagserfahrung und Expertise als Verwaltungsangestellter und naturverbundener Landwirt will Martin Eberhard (Platz drei) „bei den laufenden Projekten und Entscheidungsprozessen“ weiter zur Verfügung stellen. Eine nachhaltige Sanierung der Kreisfinanzen schreibt sich die Krankenkassenbetriebswirtin Béatrice Vesterling (Platz vier) auf die Fahnen. Dass sie dafür bestens geeignet ist, konnte Lex aus erster Hand bestätigen: „Béa ist die beste Schatzmeisterin, die ich je kennengelernt habe.“ Auf Eigenverantwortung und Mut zur Veränderung will Thomas Duda (Platz fünf) setzen. Der in leitender Stellung bei Airbus tätige Kandidat sieht sich „einer ideologiefreien Politik und vor allem der Vernunft verpflichtet“.
Vorsitzende zufrieden mit Kandidatenliste
Am Ende zeigte sich auch Lex sehr zufrieden mit der Auswahl: „Sie spiegelt nicht nur die Expertise der Kandidaten wider, sondern auch das Bestreben der Kreis-FDP, unterschiedliche berufliche Hintergründe und Perspektiven in der politischen Arbeit zu vereinen.“
Die Kandidaten
1. Ursula Lex (61), 2. Tatjana Blaske (38), 3. Martin Eberhard (64), 4. Béatrice Vesterling (64), 5. Thomas Duda (58), 6. Lorenz Juffinger (25), 7. Christine Gutberlet (59), 8. Valentin Rutz (18), 9. Sybille Fahrer (58), 10. Guido Lex (64), 11. Wolfgang Schneider (85), 12. Helga Freiburg (76), 13. Foad Sedghi (79), 14. Christine Pöschl (58), 15. Nigar Mersinli (53), 16. Bernhard Heidl (63), 17. Susanne Specht (62), 18. Claus Fahrer (64), 19. Gabriele Lex (79), 20. Felix Rößle (39), 21. Stefan Baumgartner (64), 22. Heidemarie Schneider (79), 23. Johannes Kraus (74), 24. Klaus Freiburg (78), 25. Lisa Rohrmoser (32), 26. Alexander Brandhofer (41), 27. Dominic Wimmer (43), 28. Christina Sandra Priewe (35), 29. Werner Ruhmann (81), 30. Georg Lex (89), 31. Hans Palesch (67), 32. Matthias Lotter (63), 33. Stefan Strobel (47), 34. Johannes Altmann (48), 35. Alexander Lex (34), 36. Angela Kammermeier (72), 37. Antje Helmers (45), 38. Nikolaus Ertl (65).