Vandalismus im Eisstadion Mittenwald: Selbst das Gas wird aufgedreht

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen
  4. Mittenwald

KommentareDrucken

Objekt der Begierde: Ein Einbrecher hat sich im Mittenwalder Eisstadion zu Schaffen gemacht. © Peter Kornatz

Dieser Einbruch gibt Rätsel auf: Auf offenbar bequeme Art verschaffte sich ein bislang Unbekannter Zugang zum Eisstadion Mittenwald. Dort ließ er einiges mitgehen und verwüstete die Gaststätte.

Mittenwald – Seit einem halben Jahr herrscht im stillgelegten Mittenwalder Eisstadion Grabesruhe. Das allerdings hat nun ein ganz anderes Klientel angezogen. Wie die Polizei mitteilt, soll irgendwann im Zeitraum von 15. bis 21. Mai ein Einbrecher dort sein Unwesen getrieben haben. Nicht nur, dass dieser einiges verwüstete und mitgehen ließ – er soll auch die Gasherde in der Arena-Gaststätte aufgedreht haben.

Also da hört sich der Spaß auf - das ist supergefährlich.

„Also da hört sich der Spaß auf – das ist supergefährlich“, sagt die ehemalige Arena-Managerin Bojana Kulina. Der verdutzte Eismeister hatte sie über den Vandalismus verständigt. Kulina wiederum informierte Insolvenzverwalter Dr. Robert Hänel. Dieser erstattete ob seiner Funktion als aktueller Hausherr der Anlage die Polizei. Gestern machte Kulina, die regelmäßig im Eisstadion nach dem Rechten sieht, bei den Ermittlern ihre Zeugenaussage.

Laut Ermittler soll der ungebetene Gast in der Arena leichtes Spiel gehabt haben. Es konnten nämlich „keinerlei Aufbruchspuren“ entdeckt werden, die auf ein gewaltsames Eindringen hindeuten würden. „Viel mehr wird derzeit davon ausgegangen, dass sich die Person den Zutritt durch einen Schlüssel, oder nicht verschlossene Türen ermöglichte“, teilt ein Polizeisprecher mit.

In den Büroräumen stahl der Einbrecher einen Computer samt zwei dazugehöriger Bildschirme mit einem Gesamtwert von rund 3000 Euro. Das Restaurant übersäte er mit Ketchup-Tüten. Überall lagen zudem Schlüssel herum. Ferner fehlten Töpfe – alles mit geringem Wert. Auch eine Götterspeise klebte am Boden. „Das alles ergibt keinen Sinn“, rätselt Ex-Stadionchefin Kulina. Erst die Pleite, dann der Amoniak-Alarm, jetzt Einbruch und Diebstahl – das nach 56 Jahren geschlossene Mittenwalder Eisstadion ist um ein trauriges Kapitel reicher.

Hinweise nimmt die Polizei-Inspektion in Garmisch-Partenkirchen persönlich oder telefonisch (0 88 21/91 70) jederzeit entgegen.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir erweitern den Kommentarbereich um viele neue Funktionen. Während des Umbaus ist der Kommentarbereich leider vorübergehend geschlossen. Aber keine Sorge: In Kürze geht es wieder los – mit mehr Komfort und spannenden Diskussionen. Sie können sich aber jetzt schon auf unserer Seite mit unserem Login-Service USER.ID kostenlos registrieren, um demnächst die neue Kommentarfunktion zu nutzen.

Bis dahin bitten wir um etwas Geduld.
Danke für Ihr Verständnis!

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/mittenwald-ort29073/vandalen-wueten-im-eisstadion-93084556.html