Spannendes über Ritter und Burgen: Kinder besuchen Fraunberger Schloss

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Einen aufregenden Vormittag erlebten die Vorschulkinder mit Schlossherrin Herdana von Fraunberg (r.). © Obermeier

Die Vorschulkinder erfahren viel Interessantes beim Besuch im Schloss Fraunberg.

Fraunberg – Die Vorschulkinder vom Kinderhaus St. Florian haben das Fraunberger Schloss besucht. Schlossherrin Herdana von Fraunberg erzählte ihnen viel Interessantes über Ritter und das Leben im Mittelalter. Das heutige Schloss sei früher eine Burg mit einem hohen Turm gewesen, die auf einem aufgeschütteten Hügel gebaut worden war, erklärte sie. „Im 30-jährigen Krieg wurde dann alles zerstört.“

„Wie tief ist der Brunnen im Schlosshof?“, fragte ein Mädchen. Sieben Meter, antwortete von Fraunberg und meinte dazu: „Wasser war und ist lebenswichtig.“ Ein Pferd trinke zwölf Liter am Tag, ein Mensch 1,5 Liter. Man könne höchstens drei Tage ohne Wasser überleben.

Im Treppenhaus strahlte das Wappen der Familie von Fraunberg den Kindern entgegen. Dieses besteht aus den drei Ritterfamilien aus Waldau, Haag und Fraunberg, erklärte die Schlossherrin. In den Schlossräumen im Obergeschoss der Familie von Fraunberg gab es für die Kinder viel zu staunen. Damals gab es noch keinen Strom, Kerzen oder Öllampen spendeten Licht und nur in einem großen Raum war es warm, sagte Herdana. Fleisch gab es nur zweimal im Jahr an Festtagen, ansonsten wurde viel Suppe und Hirsebrei gegessen, es gab ja keinen Kühlschrank. Alles wurde damals mit dem Löffel gegessen, den jeder Ritter immer bei sich trug. Eine Gabel gab’s damals nicht, sie galt als Teufelswerkzeug.

Anhand eines Schaubildes erklärte die Schlossherrin den Kindern alles über einen Ritter. Auch dass die Kinder schon mit sechs Jahren von der Familie wegkamen und auf fremden Burgen Lesen, Schreiben und Rechnen lernten und als Pagen arbeiten mussten. Ab dem zwölften Lebensjahr wurden die Buben im Umgang mit Waffen und Pferden zu Knappen ausgebildet.

„Der Mann auf diesem Bild, Joseph Maria von Fraunberg Erzbischof von Bamberg, ist schuld, dass ihr in die Schule gehen müsst“, sagte von Fraunberg in der Schlossbibliothek. Er habe als Minister beim Bayerischen König das Schulwesen reformiert und dafür gesorgt, dass es in jedem Dorf eine Schule gab.

„In das alte Fraunberger Schulhaus (wo heute das Bäckerhaus steht), das aus den Steinen des alten Schlossturms gebaut worden war, bin ich sogar noch gegangen“, berichtete die Fraunberger Schlossherrin.  

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