Über das Gerümpel auf dem Isarhanggrundstück am Lindenwirt in Grünwald haben sich Anwohner schon viel ärgern müssen. In der Sache läuft ein Insolvenzverfahren.
Anwohner und Mitbürger ärgern sich über die unschönen Zustände auf dem Grundstück beim ehemaligen Lindenwirt am Isarhochufer, wie jüngst wieder in den sozialen Medien. Die Gemeinde ist dafür natürlich nicht zuständig und hat selbst mit dem Eigentümer bereits viele unangenehme, auch juristische Erfahrungen sammeln müssen.
Die Zeillerstraße mit der Burg als Ausgangspunkt gilt grundsätzlich als eine besonders schöne Adresse, gerade für Ausflügler, die von München kommen oder dahin zurück radeln. Und was bekommt man da zu sehen? Zwischenzeitlich wurden auf dem privaten Areal Bauabfälle gelagert worden. Das bestätigt Grünwalds Bauamtsleiter Stefan Rothörl: „Das ist nicht schön anzusehen, das mag sein. Teilweise mutet es wie auf einem Schrottplatz an.“ An der Situation werde sich aber aktuell nicht viel ändern, glaubt der Bauamtsleiter. Er will hier keine Hoffnungen auf einen kurzfristigen Behelf schüren. Aber wenn man seinen Blick nicht gezielt über das Grundstück schweifen lässt, sehe man auch nicht viel, da die Pflanzen darüber wachsen.
Grundstück beim ehemaligen Lindenwirt am Isarhochufer: Viele Jahre im Rechtsstreit
Wie berichtet, hatte der Grundstücksbesitzer an der sensiblen Hangstelle am Isartal zwei Wohnhäuser errichten wollen und geriet mit der Gemeinde in eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten über das ob und wie. Jüngstes Kapitel in der 15 Jahre währenden Auseinandersetzung: Der Gemeinderat stimmte für die Aufhebung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes auf dem Grundstück und entzog dem Eigentümer damit das Baurecht.
„Denn wenn in einer gewissen Frist nicht gebaut wird, muss man davon ausgehen, dass kein Interesse einer Verwirklichung besteht“, so der Grünwalder Bauamtsleiter. Mittlerweile läuft ein Insolvenzverfahren, wie zu erfahren ist. Genauere Einzelheiten will das Amtsgericht München in diesem Fall jedoch nicht preisgeben. Ein Termin für eine Zwangsversteigerung ist noch nicht bekannt. Stefan Rothörl: „Bis dahin läuft noch ganz viel Wasser die Isar runter.“