Geburtsvorbereitung: Was wirklich wichtig ist – körperlich, emotional & organisatorisch
Wichtige Aspekte rund um Körper, Psyche, Organisation und Kommunikation vor der Geburt gehören zur ganzheitlichen Geburtsvorbereitung dazu und können Halt geben.
Die Geburt eines Kindes ist ein großes Ereignis – und kein Geburtsvorbereitungskurs der Welt kann sie exakt planen. Aber: Sie können sich gut darauf vorbereiten – körperlich, emotional und ganz praktisch. Eine durchdachte Vorbereitung kann Ihnen nicht nur Sicherheit geben, sondern auch dabei helfen, Sie selbstbestimmt und kraftvoll durch die Geburt zu begleiten.
1. Körperliche Vorbereitung: Fit und flexibel ins Abenteuer Geburt
Ob Sie Lust auf Sport haben oder lieber auf sanfte Bewegung setzen – alles, was Ihnen hilft, sich in Ihrem Körper wohlzufühlen, ist willkommen.
- Bewegung: Schwimmen, Yoga, Spazierengehen – Hauptsache, es tut Ihnen gut.
- Atemübungen: Diese können nicht nur unter der Geburt helfen, sondern auch Stress im Alltag reduzieren.
- Geburtsvorbereitungskurse: Hier erfahren Sie, wie Ihr Körper während der Geburt arbeitet – und was Ihnen helfen kann, mit den Wehen umzugehen. (Online-Kurse sind inzwischen weit verbreitet, der direkte Austausch mit anderen werdenden Müttern bietet jedoch einen Mehrwert.)
2. Emotionale und mentale Vorbereitung: Innere Stärke entwickeln
Eine Geburt ist nicht nur ein körperlicher Akt – sie ist zutiefst emotional. Darum lohnt es sich, auch die innere Vorbereitung ernst zu nehmen. Wie gehe ich mit Ängsten um? Was wünsche ich mir für die Geburt? Was, wenn alles anders kommt als gedacht? All das sind berechtigte Fragen – und es gibt sanfte Wege, darauf Antworten zu finden. In dem ergänzenden Ratgeber vom Familienportal hallo-eltern.de erfahren Sie, wie Sie sich mental auf die Geburt vorbereiten können – mit Vertrauen, innerer Klarheit und der richtigen Unterstützung.
3. Praktisches & Organisatorisches: Was vor der Geburt noch zu regeln ist
- Hebamme suchen: Viele Hebammen begleiten auch das Wochenbett – daher im Idealfall bereits bei Bekanntwerden der Schwangerschaft Kontakt aufnehmen.
- Geburtseinrichtung wählen: Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt – informieren Sie sich frühzeitig über Ihre Möglichkeiten.
- Kliniktasche packen: Am besten spätestens ab der 36. Schwangerschaftswoche.
- Formalitäten klären: Mutterschutz, Anmeldung zur Geburt, Vaterschaftsanerkennung, Elterngeld-Antrag etc.
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4. Kommunikation & Selbstbestimmung: Der Geburtsplan als Orientierungshilfe
Ein Geburtsplan ist kein Vertrag – sondern eine Möglichkeit, Ihre Wünsche sichtbar zu machen. Für Sie selbst, Ihre Geburtsbegleitung und das medizinische Team.
- Welche Schmerzmittel wünschen Sie (oder möchten Sie lieber vermeiden)?
- Wer soll Sie während der Geburt begleiten?
- Wie stellen Sie sich die erste Stunde mit Ihrem Baby vor?
Geburtsplan zum Download
In einem Geburtsplan legen Sie Ihre Wünsche zum Ablauf der Geburt, zur Erstversorgung Ihres Babys, medizinischen Eventualitäten, der Nachbehandlung und vieles mehr fest. Diese PDF-Vorlage hilft Ihnen dabei.
5. Partnerschaft & Unterstützung: Sie müssen das nicht allein machen
Ob Partner oder Partnerin, Freundin, Doula oder Hebamme – es ist vollkommen in Ordnung, um Unterstützung zu bitten. Sprechen Sie offen über Erwartungen, Sorgen und Rollenverteilung – das kann entlasten und sogar verbinden.
Ihr Weg ist der richtige
Jede Geburt verläuft anders – aber eine gute Vorbereitung kann Ihnen helfen, mit einem klaren Gefühl in dieses besondere Erlebnis zu gehen. Nehmen Sie sich die Zeit, sich körperlich, emotional und organisatorisch einzustimmen. Und vertrauen Sie darauf: Sie müssen nicht alles wissen – aber Sie dürfen mitreden, mitentscheiden und sich gut aufgehoben fühlen.