Asylsituation im Kreis Ebersberg entspannter – Unterkunft Markt Schwaben verzögert bis April

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Der Ziegelstadel in Markt Schwaben. © ja

Die aktuellen Geflüchtetenunterkünfte des Ebersberger Landkreises sind ausgelastet. Der Bezug der geplanten Unterkunft in Markt Schwaben verzögert sich weiter bis Anfang April.

Markt Schwaben - Die Asylunterkunft in Markt Schwaben, die in der Gemeinde für viel Aufsehen und schlussendlich sogar den Rücktritt von Bürgermeister Michael Stolze gesorgt hat, steht vor dem Bezug. Bevor dort 66 Menschen unterkommen können, muss allerdings beim Brandschutz nachgebessert werden. Die Eröffnung verzögert sich bis Anfang April, so Marion Wolinski, Abteilungsleiterin Soziales im Landratsamt, jüngst vor Journalisten. „Unterm Strich ist es aber eine Erleichterung“, sagt sie. Statt eines aufwändigen Umbaus der Zufahrt werde eine Außentreppe verbaut.

Die 75 Geflüchtetenunterkünfte des Landkreises, die zwischen zwei und 400 (das ehemalige Sparkassengebäude in Ebersberg) Plätze haben, seien ausgelastet. Doch habe sich die Lage etwas entspannt. Zurzeit sind laut Landratsamt 1591 Menschen in staatlichen Unterkünften im Landkreis untergebracht. 683 davon sind „Fehlbeleger“, Menschen mit anerkanntem Fluchtstatus, die auf dem freien Wohnungsmarkt nicht unterkommen. Davon 408 aus der Ukraine. Weiteres häufiges Herkunftsland sei zurzeit Afghanistan.

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Laut Landrat Robert Niedergesäß (CSU) liegt der Landkreis damit unter seinem Aufnahme-Soll, das er zu 93 Prozent erfülle, und auf Platz 19 der 23 Landkreise und kreisfreien Städte in Oberbayern. Es gehe ihm neben seiner Verpflichtung zur Aufnahme der Geflüchteten darum, „den sozialen Frieden vor Ort zu wahren“, weshalb er etwa abgelehnt habe, Turnhallen zu belegen. Das Landratsamt sei weiter auf der Suche nach Wohnraum für Geflüchtetenunterkünfte, was sich aber zäh gestalte. Man wolle schließlich nicht „die Hundehütte für teuer Geld“ anmieten, die, überspitzt formuliert, manche Eigentümer dem Landratsamt antrügen.

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