"Gästeliste fühlt sich an wie eine rotierende Stammbelegschaft"

Zum zweiten Mal präsentierte Florian Silbereisen die ARD-Silvestershow mit vertrauter Gästeliste, bunter Schlagermusik und hohen Einschaltquoten. In den Kommentaren spaltet sich die Leserschaft – während einige die fehlende Innovation, die ewig gleichen Stars und Silbereisens omnipräsente Rolle beklagen, begrüßen andere die Unterhaltung und verweisen auf die Millionen Zuschauer. Besonders stechen die Kritik an Programmgestaltung und die Forderung nach mehr Vielfalt sowie der Verweis auf das Quotenargument hervor. Insgesamt treffen hier Gewohnheit und Kritikfähigkeit auf individuelle Erwartungen an öffentlich-rechtliche Unterhaltung.

Skepsis gegenüber Zuschauerkritik

Rund 25 Prozent der Nutzer raten dazu, Kritikern einfach den Fernseher auszuschalten oder umzuschalten, statt sich zu ärgern. Viele hinterfragen, warum Zuschauer regelmäßig Formate konsumieren, die sie angeblich stören. Die Diskussion verschiebt sich weg von der Sendung selbst hin zum Umgang mit Kritik und individuellen Vorlieben. Die Kommentare spiegeln eine Einstellung wider, in der passiver Medienkonsum als persönliche Wahl gesehen wird, statt als gesellschaftliches Problem.

"Bei meinem Fernseher kann man aus- oder umschalten."  Zum Originalkommentar

"Da hilft nur, nicht mehr anschauen. Anschauen und dann sich aufregen bringt nichts, weil nur Einschaltquoten zählen und ansonsten die Zuschauermeinung nicht interessiert."  Zum Originalkommentar

"Warum überhaupt den Fernseher einschalten…?"  Zum Originalkommentar

Kritik an Programmgestaltung

Mit 19 Prozent thematisiert eine große Gruppe die Gästelisten und die wiederkehrende Auswahl der Künstler. Die mangelnde Erneuerung, mehrmalige Auftritte der gleichen Interpreten und der Vorwurf kreativen Stillstands zieht sich durch viele Kommentare. Gefordert werden Innovation und neue Stars – wohingegen einzelne Stimmen argumentieren, dass der Publikumsgeschmack und die Quoten das Programm rechtfertigen. Das Spannungsfeld reicht von Wunsch nach Erneuerung bis zur Verteidigung der bestehenden Showstruktur.

"Silbereisen kuratiert nicht – er verwaltet. Die Gästeliste fühlt sich an wie eine rotierende Stammbelegschaft: Namen, die gefühlt in Dauerschleife durch die ARD-Schlagerwelt gereicht werden. Dass erneut mehrere Acts dabei waren, die schon im Vorjahr (und teils sogar in anderen Silbereisen-Shows kurz zuvor) auftauchten, ist nicht „Beständigkeit“, sondern kreativer Stillstand."  Zum Originalkommentar

"Ich fand die Silvestershow mit Florian Silbereisen gut, ich bin aber auch Schlagerfan. Allerdings finde ich auch, dass es eine Reihe von Künstlern gibt, die bei jeder Show dabei sind, als hätten sie ein Abo."  Zum Originalkommentar

"Nehmt doch die Sendung vom Vorjahr. Die Wiederholung fällt keinem auf. Dieselben „Gäste“ mit denselben Einheitsbreiliedern, derselbe Moderator mit denselben gestelzten, per Sprachcomputer vorgelesenen Sprachhülsen - irrtümlich als Text bezeichnet. Langweilig."  Zum Originalkommentar

"Das Schlagergedöhns war sowohl absolut als auch auf dem 20.15-Sendeplatz die unangefochtene Nr. 1 im Silvesterprogramm. Warum? Weil es genau das ist, was die Mehrheit der Zuschauer möchte. Wenn irgendeine 20%-Minderheit dagegen nöhlt, dann wird das niemanden interessieren."  Zum Originalkommentar

Zustimmung zur Show und Quoten

Mit 14 Prozent erkennt eine erhebliche Gruppe von Nutzern die Show positiv an, betont die hohen Quoten und sieht Kritik am Format oder Silbereisen als Minderheitenmeinung. Für diese Kommentatoren dient das quantitative Zuschauerinteresse als Hauptargument für den programmatischen Erfolg. Die Debatte zeigt sich hier als klassischer Gegensatz zwischen persönlichem Geschmack und messbarem Publikumserfolg.

"In einer anderen Zeitung steht, dass Silbereisen der Quotenkönig ist. Noch nie sahen so viele Zuschauer eine Musiksendung. Also kann so schlecht sie ja nicht gewesen sein. TV-Moderator Florian Silbereisen (ARD) schlug am Silvesterabend quotenmäßig das ZDF-Kollegen-Duo Johannes B. Kerner (61) und Andrea Kiewel (60) – und nebenbei auch die Neujahrsansprache von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU)! Mit seiner Live-Show „Silvester-Schlagerbooom 2026“ hatte Silbereisen die Nase weit vorn! 4,55 Millionen Zuschauer (entspricht 25,7 Prozent Marktanteil) saßen Mittwochabend vor den Bildschirmen und verfolgten bis 0.30 Uhr die mit 6000 Gästen ausverkaufte „Wunderlichtershow“ aus der Basketballarena des FC Bayern. Wer hätte das gedacht, angesichts vieler Kommentare hier."  Zum Originalkommentar

"Man muss ja wieder mal einen Negativbericht über Silbereisen in Umlauf bringen. Damit man sich wieder über diesen und jenen aufregen kann. Was Positives gibt es eben nicht mehr. Mir hat es gefallen."  Zum Originalkommentar

"Komisch, dass die Einschaltquoten ein ganz anderes Bild zeigen. Ein paar Leute, die online meckern, werden also höher bewertet als Millionen, die einschalten? Kein Wunder, dass sich der Verfasser des Artikels lieber anonym wegduckt. Bestimmt ein Schlager-Hasser, eine andere Erklärung für diese falschen Behauptungen gibt es ja nicht."  Zum Originalkommentar

Kritik an Moderator Florian Silbereisen

Etwa elf Prozent der Kommentare stellen die Person Florian Silbereisen in den Mittelpunkt ihrer Kritik. Seine omnipräsente Rolle, sein Moderationsstil und seine oft als limitiert empfundene Vielseitigkeit werden diskutiert. Kommentatoren fordern öfter einen personellen Wechsel oder zeigen sich enttäuscht über das Star-System im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Dennoch bleibt das Argument bestehen, dass hohe Quoten offenbar im Widerspruch zur intensiven Kritik stehen.

"Offen gesagt verstehe ich die Diskussion nicht. Natürlich nervt Silbereisen - aber das macht er nicht erst seit gestern. Ergo schaue ich mir Sendungen mit ihm nicht an und gut..."  Zum Originalkommentar

"Für mich ist seit jeher Silbereisen völlig talentfrei."  Zum Originalkommentar

"Florian Silberblick mit immer den gleichen Leuten. Ich kann schon den weißen Strickhauberlträger oder Andy Borg nicht mehr sehen. Roberto Blanko ist jetzt anscheinend schon zu alt dafür."  Zum Originalkommentar

"Wann endlich nehmen die ÖRR-Sender Florian Silbereisen aus dem Programm? Die Sendungen mit ihm sind flau, langweilig… und nur noch zum Abschalten. Als Traumschiff-Kapitän…, ich sag’s ganz vorsichtig: suboptimal. Florian Silbereisen ist kein Schauspieler, er hat null Ausstrahlung. Liebe Programmmacher, mit ihm werden die Quoten weiter in den Keller rauschen. Macht endlich mal ein Programm, das bei Zuschauern ankommt!"  Zum Originalkommentar

Kritik an öffentlich-rechtlichem Fernsehen

Mit zehn Prozent der Wortmeldungen werden grundsätzliche Fragen zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen aufgeworfen. Die Kommentierenden fordern eine stärkere Ausrichtung auf Bildung und Information oder eine Reform des Gebührenmodells, um Formate wie die Silbereisen-Show aus dem Pflichtprogramm zu nehmen. Oft steht die Forderung nach mehr Kreativität und weniger kostenintensivem Unterhaltungsprogramm im Raum.

"Florian Silbeisen zu finanzieren, widerspricht dem Rundfunkstaatsvertrag. Die ÖRR sind zur Information und zu Bildung verpflichtet, nicht dem Schlagergedöns von so Schlagerfuzzis."  Zum Originalkommentar

"Führt endlich ein Abo-Modell beim ÖRR ein, dann müssen nur diejenigen für den Quatsch bezahlen, die das sehen wollen."  Zum Originalkommentar

"Bei ARD und ZDF ist man nicht so flexibel und kreativ bei der Gestaltung einer Fernsehshow. Dafür umso kreativer in der Gestaltung von Boni, Gehalt und Pensionen durch und mit der Zwangsabgabe von Fernsehgebühren. Letzteres auch eine Form von Schlager ist."  Zum Originalkommentar

"Es sind doch alles ABM-Maßnahmen für unsere angeblichen Top-Stars. International würden sie keinen Cent verdienen."  Zum Originalkommentar

Kritik an Altersstruktur und Zielgruppe

Mit sechs Prozent widmen sich einige Stimmen den Alterungserscheinungen der Showbesetzungen und der klar auf ältere Zuschauer ausgerichteten Konzeption. Kritiker stellen fest, dass der Nachwuchs fehlt und das Image der Sendung immer mehr Richtung Seniorenveranstaltung rückt. Gleichzeitig erkennen einzelne Kommentare an, dass diese Ausrichtung durchaus bewusst gewählt ist und viele ältere Fans anspricht.

"Ich fand die Sendung ganz in Ordnung. Bei einigen Sängern habe ich mich allerdings gefragt, ob das noch sein muss. In allererster Linie meine ich die Leute, die so um die 80 herum sind. Möglichst keine Nahaufnahmen, und wenn das versehentlich passierte, konnte man die zugeschminkte Katastrophe sehen. Ich ziehe vor dem Flipper Olaf den Hut wegen seiner körperlichen Fitness. Aber im Gesicht war dann doch zu erkennen, dass der Maskenbildner Höchstleistungen vollbringen musste."  Zum Originalkommentar

"Wir vergessen fast alle, dass viele Jugendliche sicher solche Sendungen nicht mehr sehen. Sie haben ihre Handys oder Videospiele, das ist deren Interesse. Kaum jemand von den Jungen will heute noch Schlager singen. Also, was bleibt Silbereisen, unserem jüngsten Greis, anderes übrig, als die 80-Jährigen auf die Bühne zu zerren, sorry, zu bitten. Roland Kaiser wollte gar nicht wieder aufhören zu singen, und auch Howie war da. Alte Sänger, die sich im Beifall der Fans berauschen. Volksmusik mit Heino, auch das geht immer mehr zurück. Für die älteren Generationen sind es Erinnerungen aus ihrer Jugend, für die Jungen kein Thema mehr. Also lassen wir den noch verbliebenen Fans die Freude, und wer es nicht sehen wollte, es gab auch noch 2 Krimis."  Zum Originalkommentar

"Also ich hab kurz reingeschaltet nach 0:00 ARD oder ZDF und sah nur eine Ansammlung von total Übergewichtigen auf der Bühne mit krampfhaft lächelnden Gesichtern und dann Schilder vom Publikum Willkommen 2025 und dachte, bin im falschen Film und Jahr gelandet und schnell wieder ausgemacht."  Zum Originalkommentar

"Ich bin 66 Jahre alt, aber diese Schlagershows in ARD und ZDF finde ich mindestens genauso gruselig wie das Traumschiff, den Bergdoktor und sonstige unsägliche Sendungen. Ich frage mich, wer da die Zielgruppe sein soll."  Zum Originalkommentar

Sonstige Stimmen

Etwa 15 Prozent der Kommentare gehören zu keinem klar abtrennbaren Meinungsbild. Sie kommentieren eher allgemeine Stichworte, äußern humorvolle Bemerkungen oder schweifen von der Hauptthematik ab. Einflüsse aus Alltag, Ironie oder mediale Nebenkriegsschauplätze prägen diese Kategorie.

"Der Donaudampfschifffahrtskapitän kam im Ersten? Gar nicht mitbekommen."  Zum Originalkommentar

"Hatten Internetradio an. Brauchen keinen Silbereisen oder so."  Zum Originalkommentar

"Vincent Ouzo, was erwartet man da...."  Zum Originalkommentar

Was erwarten Sie von der ARD-Silvestershow? Muss es mehr Neues und Abwechslung geben – oder ist das Erfolgsrezept von Florian Silbereisen gerade die Beständigkeit? Diskutieren Sie mit: Wie sollte öffentlich-rechtliche Unterhaltung zum Jahreswechsel aussehen?

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
Zuschauer genervt von Florian Silbereisen und seinem "Silvester-Schlagerbooom"
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