Wenn die Familie das große Glück ist: Assunta und Giuseppe Rende aus Karlsfeld feiern Goldene Hochzeit

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Auch nach 50 Jahren Ehe sind die Rendes aus Karlsfeld sehr glücklich. © ep

„Das war ein Zufall mit langer Wirkung“, sagt Giuseppe Rende über den Beginn seiner Beziehung zu seiner Frau Assunta. Das Karlsfelder Ehepaar feierte jetzt seine Goldene Hochzeit.

Karlsfeld – Assunta Perrino wohnte damals in dem Dorf San Valentino bei Salerno, in Kampanien. Dort hatte Giuseppe Rende, der aus dem weiter südlich gelegenen Mongrassano in Kalabrien stammt, Verwandte. „Sie war so hübsch und ich ein reifer Mann“, meint er schmunzelnd. Acht Jahre älter ist er als seine Frau. Für beide ist es die zweite Ehe, beide waren zum Zeitpunkt des Kennenlernens verwitwet.

Als sie im Januar 1975 heirateten, zog Assunta Rende nach Deutschland. Giuseppe Rende lebte damals schon seit zwölf Jahren in Karlsfeld. Er arbeitete als Maschinenschlosser bei der MAN. Sie wohnten viele Jahre lang in der Werksbaracke in der Gerberau. 1976 wurde die gemeinsame Tochter Venera geboren. Für sie und die Tochter aus Giuseppes erster Ehe, Erminia sorgte Assunta Rende mit viel Hingabe, so ist es ihren Worten zu entnehmen.

Für beide Eheleute ist die Familie besonders wertvoll. Inzwischen sind die Schwiegersöhne dazu gekommen und drei Enkelkinder. Für alle backt Assunta Rende zu Geburtstagen und Feierlichkeiten mit viel Liebe Kuchen. „Aber so lange Tische, wie damals beim Essen mit der Verwandtschaft in Italien, die gibt es hier nicht mehr“, bedauern sie.

Vor 50 Jahren gaben sich Assunta und Giuseppe Rende das Ja-Wort.
Vor 50 Jahren gaben sich Assunta und Giuseppe Rende das Ja-Wort. © privat

Giuseppe Rende engagierte sich intensiv sozialpolitisch. Er war Mitbegründer des Vereins ACLI, der vergangenes Jahr sein 60-jähriges Bestehen feierte (wir berichteten). Die Abkürzung steht für Associazioni Cristiane Lavoratori Italiani, und heißt übersetzt Vereinigung christlicher Arbeiter aus Italien. Die Integration ist ein großes Thema für Rende, auch in der eigenen Familie: „Wir haben immer darauf geachtet, dass die Kinder sich in Deutschland und in Italien zuhause fühlen.“ Gerne erinnert er sich daran, wie sie italienische Lieder in der Kirche von Sankt Anna sangen, eine ganze Mappe von Texten zeigt er. Aber auch in Deutschland fühlen sie sich sehr wohl und engagieren sich, wie seine Tochter Venera Sansone. Sie war lange Zeit im Gemeinderat und ist jetzt Vorsitzende der SPD in Karlsfeld.

Dass für das Goldene Ehepaar Rende Glückwunschbriefe vom Ministerpräsidenten, vom Landrat und der Gemeinde kamen, hat sie gefreut. Und dass Bürgermeister Stefan Kolbe vor ein paar Tagen zum Gratulieren kam, einen Einkaufsgutschein und Blumen vorbeibrachte, war für sie besonders nett. Die Blumen stehen noch auf dem Tisch in der Wohnzimmermitte. ep

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