Teils schwer verletzte Patienten und Rettungshubschrauber-Einsätze an zwei der beliebtesten Ausflugsziele am Tegernsee: Eine fordernde Woche haben die ehrenamtlichen Rettungskräfte der Bergwacht-Bereitschaft Rottach-Egern hinter sich.
Wie die Sprecherin der Bergwacht Rottach-Egern am vergangenen Samstag mitteilte, ereignete sich bereits am Samstag der Vorwoche bei Siebenhütten (Gemeinde Kreuth) ein schwerer Unfall. Ein Wanderer (68) aus München stürzte nahe der Almwirtschaft in ein Bachbett und zog sich ein schweres Schädelhirntrauma zu. Vier Einsatzkräfte der Bergwacht-Bereitschaft rückten aus, darunter ein Notarzt. Der Einsatzleiter alarmierte einen Rettungshubschrauber, der direkt zur Einsatzstelle flog. Dessen Besatzung und die Bergwachtler versorgten den Schwerverletzten, der schließlich ins Krankenhaus geflogen wurde.
Tags darauf, am Muttertag, rief nachmittags ein Wanderer an der Mariengrotte nahe des Sibli-Wasserfalls (Gemeinde Rottach-Egern) die Rettung. Er hatte sich vertreten und konnte nicht mehr selbst absteigen. Die Bergwacht brachte ihn ins Tal, von wo aus er selbstständig die Heimreise antrat.
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Am Dienstag gegen 13 Uhr wählte ein Gast einer der Hütten an der Sutten den Notruf. Der 68-Jährige hatte zuvor bei seinen Begleitern über Kreislaufbeschwerden geklagt. Als diese schlimmer wurden, versuchte er noch, mithilfe seiner Begleiter abzusteigen. Dabei stolperte der 68-Jährige aber und stürzte. Der Mann erlitt eine Kopfplatzwunde und mehrere Abschürfungen. Als die Bergretter eintrafen, hatte er sich soweit erholt, dass er mit ihrer Hilfe zum Einsatzfahrzeug absteigen konnte. Im Tal wurde er von der Bergwacht an den Rettungsdienst übergeben.
Gmunderin im Bereich Galaun schwer veletzt
Kurze Zeit später am Dienstag ereignete sich ein ähnlicher Unfall an der Galaun (Stadt Tegernsee), teilte die Bergwacht-Sprecherin mit. Eine 69-jährige Wanderin aus Gmund war gestürzt und hatte sich dabei schwere Verletzungen an Kopf und Oberkörper zugezogen. Eine Einsatzkraft der Bergwacht machte sich von ihrem nahen Wohnsitz aus auf den Weg zu der Frau und übernahm die Erstversorgung, während der Einsatzleiter einen Rettungshubschrauber hinzuzog. Dieser flog die Gmunderin ins Krankenhaus.