Die Stimmung beim FC Schalke 04 hat sich nach dem Sieg in Paderborn stark verbessert. Ein Schlüsselspieler für den Befreiungsschlag: Kenan Karaman.
Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 hat am Freitagabend überraschend bei Spitzenreiter SC Paderborn triumphiert. Zum Spieler des Spiels avancierte erneut Kenan Karaman. Der 30-Jährige hatte einen Doppelpack geschnürt und seine ganze Bandbreite an Qualitäten aufgezeigt. Beim 2:1-Führungstreffer führte er den Ball ganz eng und ließ seinem Gegenspieler im Dribbling keine Chance. Beim letztlich entscheidenden 3:2 netzte er per Hinterkopf ein.
Karaman ist der Schlüsselspieler von Schalke 04
Karaman reibt sich Woche für Woche für die Gelsenkirchener auf. Er hat ein Drittel der Tore erzielt (9). Nicht umsonst hat der Traditionsvereine so viele Treffer auf dem Konto wie Tabellenführer Paderborn. An der Offensive der Königsblauen liegt es demnach nicht. Schalke 04 ist in jeder Partie dazu fähig, Torchancen zu kreieren und Treffer zu erzielen. Einen Spieler mit den Qualitäten von Karaman haben die wenigsten Zweitligisten in ihren Reihen.
Trainer Kees van Wonderen adelte daher auch seinen Schlüsselspieler bei Sky: „Kenan führt das Team an und zeigt seine Bedeutung mit den Toren, die er erzielt. Das erste Tor war unglaublich von ihm. Die Mannschaft braucht ihren Kapitän zum richtigen Zeitpunkt. Er geht voran.“ Karaman hat in seinen zweieinhalb Jahren auf Schalke inzwischen 69 Pflichtspiele bestritten und war an 37 Treffern (25 Tore und 12 Vorlagen) beteiligt.
Karaman verlängerte bis 2028 - ohne Ausstiegsklausel
Van Wonderen kann, wie schon seine Vorgänger Karel Geraerts und Jakob Fimpel, nicht auf den 31-fachen türkischen Nationalspieler verzichten. Er hat hinter Derry Murkin die zweitmeisten Einsatzminuten (1.258 in der zweiten Liga) und fehlte bislang einmal wegen einer Gelbsperre - auch das zeigt, mit welcher Leidenschaft er für den Erfolg mit den Gelsenkirchenern kämpft.
Als Ben Manga im Sommer anheuerte, nahm er sich sofort der Personalie Karaman an. Sein guter Draht zum Spieler und dessen Umfeld war letztlich der Schlüssel zur Vertragsverlängerung bis 2028. Sein Berater Ersin Akan begründete im Juli bei fussball.news: „Kenan hat die Möglichkeit gehabt, ins Ausland zu wechseln. Er hatte sehr viele Angebote, unter anderem aus der Türkei, Japan oder Katar. Das war eine Herzensentscheidung von Kenan. Er will auf Schalke etwas aufbauen.“ Es gibt keine Ausstiegsklausel und derzeit auch keinerlei Gedanke daran, den Ruhrpottklub zu verlassen.