Die Drittliga-Handballerinnen des HCD Gröbenzell haben dem bisherigen Spitzenreiter SV Allensbach beim 29:26 (12:16) die ersten Punkte abgeknöpft.
Gröbenzell - Vor allem in der zweiten Halbzeit belohnte sich die Mannschaft des HCD Gröbenzell für einen engagierten Auftritt. Von einer Leistungssteigerung nach der Pause wollte Miriam Hirsch nicht sprechen, denn die HCD-Trainerin hatte ihr Team über die volle Distanz mindestens auf Augenhöhe gesehen: „Allerdings haben wir uns da noch nicht belohnt, weil wir vorne aus der guten Abwehrleistung kein Kapital schlagen konnten.“
Nach einem gelungenen Start in die unterhaltsame Begegnung brauchten die Gastgeberinnen bis zur Mitte der zweiten Halbzeit, um noch einmal in Führung zu gehen. Diese gaben sie dann bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Dabei war der Zweitliga-Absteiger zuvor so oft so nah dran gewesen, das Blatt eher zu wenden. Dies, obwohl die zuvor bereits verwarnte Johanna Leubner nach einem Duell mit der Allensbacherin Katja Allgeier schon in der 13. Minute die Rote Karte gesehen hatte. „Eine Fifty-Fifty-Entscheidung“, fand Miriam Hirsch. Die Schiedsrichter stuften das Foul allerdings als „gesundheitsgefährdend“ ein.
Nichtsdestotrotz machte das HCD-Team aus einem 5:8-Rückstand (13.) ein 8:8 (17.). Anschließend versäumten die Gröbenzellerinnen es, bei einem freien Wurf im Gegenstoß und kurz darauf bei der hundertprozentigen Chance zum 10:9 (20.), die Kehrtwende einzuleiten. Stattdessen zeigte der Sportverein vom Bodensee Cleverness und Killerinstinkt und ging seinerseits mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Kabine.
Doch der HCD war noch lange nicht geschlagen. Die Mannschaft blieb positiv und zeigte nun den Mut vor dem Tor, den Miriam Hirsch in der Halbzeit von ihren Spielerinnen eingefordert hatte. „Das war eine überzeugende Teamleistung, wir waren sehr präsent und hochkonzentriert“, freute sie sich. Die Abwehr vor einer glänzenden Torhüterin Magdalena Frey funktionierte, die von Sina Fischer klug dirigierte Offensive bewies Zug zum Tor. Als Christine Königsmann und Svenja Demmel aus einem 21:21 eine 23:21-Führung machten (47./48.), wendete sich das Blatt. Und nachdem Lisa Salvermoser das noch 27:23 besorgt hatte (56.), brachte die Mannschaft das Ganze souverän zu Ende und konnte einen Sieg bejubeln.
Erfolgreichste Werferinnen waren Christine Königsmann (10/4) auf Seiten der Gröbenzeller und Greta Rinkeviciute (9/4) vom SV Allensbach, die das Duell der bis dato besten Torschützen der Liga damit knapp verlor.