Laut dem griechischen Fernsehsender ERT war das Schlauchboot undicht, Wasser sei eingedrungen. Der Bürgermeister der kretischen Hafenstadt Ierapetra, Manolis Frangulis, sagte, bei den Todesopfern habe es sich junge Menschen gehandelt. Da an zwei Seiten die Luft aus dem Schlauchboot entwichen sei, hätten sich alle Insassen auf engstem Raum befunden. Laut Küstenwache gab es an Bord weder Wasser noch Nahrung noch Schutz vor der winterlichen Kälte.
Laut Medienberichten hatte ein türkischer Frachter das Boot entdeckt und die Behörden alarmiert. Schiffe der Küstenwache und der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex eilten zur Unglücksstelle. Seit Jahresbeginn sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 16.700 Asylsuchende über Kreta in die EU gelangt.