„Hundegrillen“ geplant – Söder kündigt Besuch in bayerischer Stadt an

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In Viechtach steigt am Samstag zum ersten Mal ein Schweine-Wettgrillen. Auch Markus Söder kommt zu Besuch. Zugleich formiert sich Protest.

Viechtach – Der Frühling ist da, der Sommer naht, da finden auch in Bayern bereits vermehrt wieder Feste statt. Im Bayerischen Wald – genauer gesagt im niederbayerischen Viechtach – findet am Samstag (24. Mai) ein Schweine-Wettgrillen statt. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich zu dem Grillfest bereits angekündigt. Doch das vom Bürgermeister der Stadt ins Leben gerufene Event gefällt bei weitem nicht jedem. Tierschützer gehen auf die Barrikaden – und planen eine provokante Gegenaktion.

Markus Söder hat sich zum Schweine-Wettgrillen in Viechtach angekündigt (Symbolbild). © IMAGO/ Harald Deubert & Frank Sorge

Schweine-Wettgrillen bei Viechtacher Genusswochenende – selbst Markus Söder schaut vorbei

Das Schweine-Wettgrillen findet während des Viechtacher Genusswochenendes am Stadtplatz statt. Ab 10 Uhr sollen dort dann ganze Schweine gegrillt werden. Die Idee stammt aus dem tschechischen Hartmanice, wo das Wettgrillen bereits in der Vergangenheit veranstaltet wurde. Neben dem Bürgermeister der Stadt nahe der deutsch-tschechischen Grenze will auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dem Event beiwohnen. Der CSU-Chef gilt als Fan von Fleischgerichten und machte jüngst erst beim neuen Stammtisch von Cathi Hummels klar, was er von veganen Gerichten hält.

Wie die Staatskanzlei bereits vor Wochen verlauten ließ, plane Söder seinen Besuch für 11 Uhr. Danach wolle der Ministerpräsident Aussagen des Viechtacher Bürgermeisters Franz Wittmann (CSU) gegenüber der Augsburger Allgemeinen zufolge, „etwa eine Stunde bleiben“.

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Protest gegen 1. Schweinegrillen in Viechtach – Tierschützer veranstalten provokantes „Hundegrillen“

Das erste Schweinegrillen seiner Art im Luftkurort im Landkreis Regen stößt einigen jedoch auch sauer auf. Tierschützer von der Organisation PETA verurteilen die Aktion. Aus Prostest planen die Tierschützer daher ein ausgelassenes „Hunde-Barbecue“ auf dem Stadtplatz zu veranstalten. Dieses soll von 11.30 Uhr bis 12 Uhr stattfinden und laut PETA auf „den in der Gesellschaft verbreiteten Speziesismus“ aufmerksam machen. Damit gemeint ist eine Diskriminierung bestimmter Lebewesen, wie etwa Schweinen, aufgrund ihrer Artzugehörigkeit.

Anders als der Ausdruck „Hundegrillen“ vermuten lässt, wird bei der Protestaktion allerdings kein Hund, sondern lediglich eine Attrappe auf einen Standgrill gelegt. Zudem soll es Schilder mit der Aufschrift „Veganes Wettgrillen statt Tiere killen“ geben. Mit der provokanten Reaktion auf das Schweine-Wettgrillen wolle man an die Menschen appellieren, leckeres Gemüse oder vegane Fleischalternativen anstelle von Fleischwaren auf den Grill zu legen, erklärt Aktionskoordinatorin Noemi Salewski von PETA in einem Statement.

Ob der geplante Protest die Menschen von der Teilnahme am Schweinegrillen abhält, bleibt offen. Hartmanices Bürgermeister hatte sich bereits als Unterstützer des Grillens geoutet. Bei Markus Söder könnte in einem möglichen neuen Beitrag nach dem Motto #Söderisst eher Fleisch, statt eine vegane Alternative auf dem Teller landen. Der Ausgang bleibt jedoch offen.

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