Stammgäste von Schwimmbad und Sauna übergeben 475 Unterschriften an Bürgermeisterin Walentina Dahms. Ihr Wunsch: Das Bad soll so bleiben, wie es ist.
Markt Schwaben - Eigentlich war nur ein kurzer Termin geplant. Ein kleiner Austausch und ein Foto für die Lokalpresse anlässlich einer Übergabe einer Unterschriftenliste zum Erhalt des Hallenbads. Doch dann kam doch ein gewisser Argumentationsaustausch zwischen den Initiatoren der Aktion, Bettina Ismair, Ingrid Scholze und Robert Hofmann auf der einen Seite und Bürgermeisterin Walentina Dahms sowie Geschäftsleiterin Melanie Idek zustande. Tenor am Ende: alle stehen ein im Bemühen, das seit Jahrzehnten bestehende Bad, so wie es jetzt ist, zu erhalten.
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Nachdem zuletzt in den politischen Entscheidungsgremien mehr als einmal auch über ein Lehrschwimmbecken in direkter Nachbarschaft zum neuen Schulzentrum und damit verknüpft sogar die Gründung eines Vereins für etwaige Nutzer gesprochen worden war, war die Sorge unter den Stammgästen des Bades an der Herzog-Ludwig-Straße nicht kleiner geworden. Robert Hofmann, bekannt als langjähriger Chef der örtlichen Wasserwacht, sagte dazu, es sei in der Bevölkerung der Eindruck entstanden, man richte den Fokus zu sehr auf den Neubau und gar nicht mehr auf die Frage, die das bestehende Bad erhalten werden könne. Auch Bettina Ismair und Ingrid Scholze, aufgrund deren Initiative die Sammlung von Unterschriften erst zuende geführt wurde, warben für das alte Schwimmbad. Es habe, so Bettina Ismair, für den Ort eine integrative Funktion. Das Bad befinde sich in keinem schlechten Zustand. Ingrid Scholze sprach von einem sozialen Treffpunkt. Ismair bat die neue Rathauschefin eindringlich, sich auch persönlich ein Bild vor Ort zu machen und das Thema zu ihrem persönlichen Herzensprojekt zu machen. Hofmann unterstrich, es lasse sich in der Bevölkerung nicht mehr vermitteln, dass das alte Bad nicht sanierbar sei.
Lehrschwimmbecken ist nicht das, was sich die Badefreunde vorstellen
Ein Lehrschwimmbad aber ist nicht das, was sich die Unterzeichner wünschen. Zu groß ist die Furcht davor, dass eine Nutzung einer solchen Sportstätte nur über eine Vereinsmitgliedschaft möglich würde, doch das schrecke viele eher ab, hieß es wiederholt.
Walentina Dahms betonte, man sei sich in den politischen Gremien einig, das Bad möglichst zu erhalten. Bei der Einschätzung des baulichen Zustands wolle man sich aber auf Expertisen von Fachleuten verlassen. Sie verwies zudem auf eine längst tätige Projektgruppe. Solange ein neues Bad nicht gebaut sei, werde das alte in jedem Fall erhalten bleiben. Dahms erklärte zudem, es sei sichergestellt, dass eine Wiedereröffnung nach der Sommerpause Anfang Oktober gewährleistet werden könne.
Gute Nachrichten hatte Melanie Idek. Für 2025 sei verwaltungsintern bereits kommuniziert worden, dass es nur noch eine Schließzeit in den Sommerferien von einem Monat maximal geben werde. Heuer habe man das leider nicht mehr hinbekommen. Im Herbst werde man, gleich nach der Sommerpause, gezielt Gespräche auf Verwaltungsebene führen mit dem Ziel, Möglichkeiten zum Erhalt zu suchen. Dabei soll auch auf die Frage eingegangen werden, in welchen Zustand sich das Bad wirklich befinde.