Es war ein Paradebeispiel für effektives Handeln und funktionierender Zusammenarbeit der Einsatzkräfte aus zwei Landkreisen.
Dorfen - „Samma froh, dass wir so gut funktionierende Feuerwehren haben.“ Das sagte ein Landwirt aus Adlstraß bei Dorfen am Freitagnachmittag. Am Abend zuvor hatte ein Großaufgebot an Feuerwehren und Hilfskräften einen Großbrand auf seinem Hof und einen hohen Sachschaden an seiner landwirtschaftlichen Halle abwenden können. Im fünfstelligen Bereich liegt der Sachschaden laut Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord aber dennoch. Das Wichtigste allerdings: Verletzt wurde niemand.
Was war passiert? Der 41-Jährige war gerade mit dem Auto auf seinen Hof zurückgekehrt, „als ich schwarzen Rauch aus der Scheune steigen sah“. Sofort alarmierte er die Feuerwehr, griff nach Schlauch und Feuerlöscher und versuchte bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte selbst, den Brand zu bekämpfen. Dann rückten die Feuerwehren aus Gebensbach, Dorfen, Altenerding, Grüntegernbach, Moosen und Taufkirchen (alle Landkreis Erding) sowie aus Buchbach und Walkersaich (Landkreis Mühldorf) an. Atemschutzgeräteträger löschten das Feuer zügig und verhinderten so, dass es auf den Rest des Gebäudes übergriff. Danach überprüften sie die Brandstelle mit der Wärmebildkamera.
Als zeitaufwendig stellten sich die Nachlöscharbeiten heraus, da sich das Feuer in eine Zwischendecke gefressen hatte. Diese musste mit Sägen entfernt werden. Die Löscharbeiten wurden dabei von einem Rettungswagen der Malteser Velden abgesichert. Ebenso waren Vertreter der Kreisbrandinspektionen vor Ort und machten sich ein Bild von der Lage. Der Einsatz dauerte rund drei Stunden an. Die Staatsstraße von Buchbach nach Taufkirchen war für die Löscharbeiten voll gesperrt.
Die Kripo Erding hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Jetzt gelte es, die Ortsbegehung der Versicherung abzuwarten, dann werde er mit der Grandsanierung und Entsorgung beginnen, so der Landwirt.