Ministerpräsident Söder als Gastredner: CSU-Neujahrsempfang auf Gut Kaltenbrunn

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Gestenreicher Ministerpräsident: Markus Söder bei seiner Rede zum CSU-Neujahrsempfang auf Gut Kaltenbrunn. © Ingrid Versen

Kürzlich fand der CSU Neujahrsempfang in Gut Kaltenbrunn statt. Als Festredner reiste der bayerische Ministerpräsident Markus Söder an. Rund 700 Besucher lauschten seiner Rede.

Gmund – „Wir brauchen einen Wirtschafts-, Migrations-, Militär- und Mentalitätswechsel“, forderte CSU-Kreisvorsitzender Alexander Radwan als Gastgeber beim Neujahrsempfang auf Gut Kaltenbrunn. Die rund 700 Besucher quittierten das mit riesigem Applaus.

Ministerpräsident Söder als Gastredner: CSU-Neujahrs-Stehempfang auf Gut Kaltenbrunn

Voller Schwung traf der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder als Festredner ein. „Ich betrachte es als große Ehre, zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren hier zum Neujahrsempfang eingeladen worden zu sein“, eröffnete Söder seine rund einstündige Rede. Erst am Vormittag war er Hauptredner im rund 600 Kilometer entfernten Sauerland, wo Unionsbundeskanzlerkandidat Friedrich Merz in Brilon geboren und aufgewachsen ist. Söders Rede folgten beim dortigen Neujahrsempfang der Schwesterpartei CDU etwa 1300 Besucher. „Das Sauerland ist schön, aber unsere Heimat ist schöner“, konstatierte der Bayer, mit einem Schmunzeln.

Söder wünschte den Anwesenden in Kaltenbrunn vor allem „gute Gesundheit“, da man nur so die Krisen der Welt im neuen Jahr besser überstehen könne. Das große Lob des Ministerpräsidenten galt den vielen ehrenamtlichen Helfern und Vereinen, die täglich mehr leisten würden, als der jeweilige Beruf abverlangt. Dann ging es Schlag auf Schlag, wobei der Wahlkämpfer zu Hochform auflief: „In jedem bayerischen Dorf steckt mehr Hilfsbereitschaft als in der Bundeshauptstadt Berlin“, behauptete er.

Lob von Ministerpräsident an ehrenamtliche Helfer und Vereine

„Wir Bayern wählen nur Kandidaten, die wir auch kennen. Alexander Radwan aus Rottach-Egern ist mit seiner Erfahrung im Europa Parlament und im Bayerischen Landtag sowie im Bundestag seit 2013 der beste Vertreter unserer Heimat.“ Mit ernster Miene rief der Ministerpräsident in den Saal: „Wenn die bevorstehende Bundestags-Wahl von uns nicht gewonnen wird, geht es mit Deutschland den Bach runter“. Sein Appell: „Wir wollen unsere wunderschöne Heimat nicht den Rechtspopulisten überlassen“.

Dass die Bundesbürger eine Regierungsänderung wollen, stehe außer Zweifel. Andere Länder hätten Wachstum trotz der Krisen der vergangenen Jahre. Bundeskanzler Olaf Scholz hätte dem Land einen wahren Dienst erwiesen, wenn er Platz gemacht hätte für einen wirklichen Neubeginn. Zum großformatigen Plakat mit Kanzlerkandidat Robert Habeck von den Grünen am Münchner Siegestor meinte Söder: „Das hätte ich mir mal erlauben sollen, da wäre die Hölle los gewesen“. Seine Aversion zu den Grünen wiederholte Söder auch in Kaltenbrunn: „Die Grünen gehören in die Opposition.“

Im Rahmen des Neujahrsempfangs fanden auch Ehrungen in Gut Kaltenbrunn statt

Die Union stehe für Wirtschaftswende, Steuersenkung für Unternehmen und Gastro und für die Neuregelung der Erbschaftssteuer. „Heutzutage werden Eltern, die zeitlebens das erarbeitete Geld nicht auf den Kopf gehauen haben, dafür bestraft, wenn sie den eigenen Kindern ein Haus vermachen. Dies vor dem Hintergrund, dass in Bayern eine Hundehütte mehr kostet als ein Einfamilienhaus im Sauerland“. Es könne auch nicht länger akzeptiert werden, dass ein wichtiges Bauprojekt nicht realisiert werden kann, weil sich dort gerade niedliche Haselnuss-Mäuse paaren. Ein bisher notwendiges Gutachten dazu dauere volle zwei Jahre, was ein Unding sei.

Neujahrsempfang CSU
Drei prominente CSU-Politiker aus dem Landkreis Miesbach feierten 2024 einen runden Geburtstag: Landtagspräsidentin Ilse Aigner (60), CSU-Kreisvorsitzender und (l.) Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan (60) sowie Landrat Olaf von Löwis (70). © Ingrid Versen

Zum Präsidentenwechsel in den USA meinte Söder: „Bayern hatte immer beste Verbindungen zu den Amerikanern.“ Deutschland dürfe sich nicht von der Leistungsbereitschaft verabschieden. „Wir in Bayern sind kein verknöcherter Haufen. Heimatverbundenheit und Übernahme von Ehrenämtern sind Tugenden in Bayern, wozu sich auch die Jugend bekennt, die zur Leistung bereit ist.“ Söder befürwortete die Bezahlung von steuerfreien Überstunden, damit Mehreinnahmen durch Mehrarbeit auch beim Arbeitnehmer ankommen und nicht beim Finanzamt.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs fanden dann auch Ehrungen statt. So wurde das Engagement des Fördervereins der Katholischen Helfer und Betriebshelfer (Miesbach) sowie des Tierschutzvereins Tegernseer Tal, der sich um das einzige Tierheim des Landkreises Miesbach in Rottach-Egern kümmert, gewürdigt. Ingrid Versen

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