Der Radweg zwischen den Grasbrunner Ortsteilen wird immer vollständiger. Das nächste Teilstück zwischen Harthausen und Möschenfeld wurde nun deutlich früher eröffnet als geplant.
In kleinen Etappen schließt sich der Radweg zwischen den Grasbrunner Ortsteilen. Im Mai 2019 war es das Stück von Grasbrunn zum Sportpark, im August 2022 die Fortsetzung vom Sportpark nach Neukeferloh. Jetzt wurde ein Weg von Harthausen nach Möschenfeld eröffnet, deutlich früher als geplant.
Das bemerkte auch Landrat Christoph Göbel (CSU). „Die waren hier so flott, da hatten wir gar keine Chance noch den üblichen Spatenstich zu machen – und die Fertigstellung war für Dezember geplant, jetzt können wir Mitte Oktober den Weg schon offiziell eröffnen.“ Aber es sei eben typisch für Grasbrunn, das Projekte, wenn es die Kommune anpackt, immer erfolgreich und schnell über die Bühne brächten. „Zudem ist Grasbrunn eine der Gemeinden, die sich seit Jahren sehr intensiv darum bemüht, dass der Radwege-Ausbau zügig vorangeht“, lobte Landrat Göbel.
Bund spendiert 1,2 Millionen Euro
Der jetzt fertiggestellte Geh- und Radweg zwischen Harthausen und Möschenfeld ist 1,2 Kilometer lang, hat rund 1,6 Millionen Euro gekostet, davon hat der Freistaat 75 Prozent, also 1,2 Millionen Euro bezahlt. „Es ist toll, dass das Land so viel Geld für den Radwege-Ausbau in die Hand nimmt“, sagte Göbel. Er wurde allerdings sofort von Hans Jörg Oelschlegel vom Bayerischen Bauministerium, der in Vertretung von Minister Bernreiter gekommen war, korrigiert. „Der Freistaat investiert zwar bis zum Jahr 2030 insgesamt 269 Millionen Euro in Radwege in ganz Bayern, um so möglichst flott alle Lücken im Netz zu schließen. Bei diesem Radweg kommen allerdings die 75 Prozent Fördergelder vom Bund, das Land hat hier nur die Abwicklung gemacht“, sagte Oelschlegel. Dies treffe auch auf insgesamt sechs weitere Radwege im Landkreis zu, wo die Bundesrepublik 8,5 Millionen Euro an Fördergeldern bezahlt. Oelschlegel: „Für den Freistaat sind die Radwege essenzielle Bestandteile der Mobilität, daher ist es für uns sehr wichtig, dass sie rasch ausgebaut werden.“
Auch Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) zeigte sich erfreut über das nächste Teilstück. „Damit haben wir auch dem Wunsch sehr vieler Harthauser entsprochen, die mich immer wieder angesprochen haben, wir sollen sie und die Kinder des Ortes bei den Radwegen bitte ja nicht vergessen.“ Jetzt fehle eigentlich nur noch das letzte Stück zwischen Möschenfeld und Grasbrunn, „aber da wissen wir bis heute nicht, wem eigentlich die Grundstücke gehören, auf denen die Verbindungsstraße gebaut ist. Daher können wir da auch noch keine Grundstücke für den Radweg kaufen – das wird also noch länger dauern“, sagte Bürgermeister Korneder.