Touristen-Chaos am Eibsee: Bus gestürmt – Frauen schreien – Rettungskräfte blockiert

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Der Linienbus, der Touristen ins Tal bringen sollte, wurde von einer Menschenmenge regelrecht gestürmt. Frauen schrien, Männer drängten und drückten, um einen Platz zu ergattern – Panik machte sich breit. © Bartl

Grainau/Eibsee – Am Wochenende sorgte der Massentourismus am Eibsee für chaotische Zustände. Bereits an den Vormittag waren sämtliche Parkplätze belegt, und die Zugspitzbahn stellte gegen Mittag den Kartenverkauf ein. Dennoch strömten weiterhin Besucher an den See.

Besonders dramatisch war die Situation an der Haltestelle Eibsee. Der Linienbus, der Touristen ins Tal bringen sollte, wurde von einer Menschenmenge regelrecht gestürmt. Frauen schrien, Männer drängten und drückten, um einen Platz zu ergattern, was zu Panik führte. Die Bustüren ließen sich nicht mehr schließen, und Fahrgäste im Inneren wurden gegen andere gepresst. Der Fahrer griff ein und versuchte, die Lage zu beruhigen, um abfahren zu können. Vor dem Bus herrschte ebenfalls eine aufgeheizte Stimmung, da jeder mitfahren wollte. Auch auf den Straßen herrschte Ausnahmezustand, und der Stau reichte zeitweise bis über Grainau hinaus. Viele Autofahrer ignorierten die Vollauslastung der Parkflächen und fuhren dennoch in die überfüllten Bereiche, was zu langen Staus und blockierten Zufahrten führte.

Die Wasserwacht, die an heißen Sommertagen häufig im Dauereinsatz ist, steckte selbst im Verkehrschaos fest. Das Blaulicht bewegte die wartenden Autofahrer nicht, um Platz zu machen. Erst nach einem günstigen Moment gelang es dem Einsatzfahrzeug, auf die Straße einzubiegen.

Überfüllung, Staus und blockierte Rettungswege sind am Eibsee kein neues Phänomen. Doch das vergangene Wochenende markierte eine neue Eskalationsstufe. Ein entschiedenes Eingreifen von Behörden und Politik wird von den Einheimischen aus Grainau längst gefordert, bislang jedoch ohne Erfolg.

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