Höchststand bei Einsätzen in Herrsching

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Ein Unfall mit einer eingeklemmten Person im Januar war nur einer von vielen Einsätzen für die Feuerwehren Herrsching und Breitbrunn in diesem Jahr. Insgesamt waren es 689. © feuerwehr

Die Feuerwehren Herrsching und Breitbrunn hatten in diesem Jahr so viele Einsätze wie noch nie. Das hatte auch mit dem Wetter zu tun.

Herrsching – Von einem „außergewöhnlichen Jahr“ und einem neuen „Höchststand an Einsätzen“ berichtete Herrschings Feuerwehrkommandant Daniel Pleyer am Montag im Herrschinger Gemeinderat. Traditionell zog er gemeinsam mit Breitbrunns Kommandant Florian Kleber für die Gemeinderäte und Zuhörer zum Ende des Einsatzjahres Bilanz. Verantwortlich sind die 119 Aktiven der Wehren für ein 21 Quadratkilometer großes Gebiet und knapp 11 400 Herrschinger. Sie rückten seit Jahresbeginn durchschnittlich 1,9 Mal am Tag aus – „ehrenamtlich, neben der Arbeit und der Familie“, betonte Pleyer.

Im laufenden Jahr absolvierten die beiden Wehren bislang 689 Einsätze und waren dafür 2726 Stunden im Dienst. Davon leisteten die Herrschinger 572 Einsätze (2348 Stunden) und die Breitbrunner 117 Einsätze (378 Stunden). Neben Brandschutz gehören auch der Katastrophenschutz und die Technische Hilfeleistung zu den Pflichtaufgaben der Feuerwehr. Eingerechnet in diese Zahlen sind auch die First-Responder-Einsätze. Insgesamt eilten die Helfer bei medizinischen Notfällen 385 Mal zu Hilfe. In Gemeinden wie Gilching übernimmt das Rote Kreuz diesen Dienst – und damit erklärt sich wohl auch, warum die Herrschinger und Breitbrunner in Sachen Einsatzhäufigkeit „zur Spitze des Landkreisgeschehens“ zählen, wie Bürgermeister Christian Schiller in seiner Dankesrede an die Kommandanten betonte.

Hinzu kommt das Phänomen, dass Herrsching im Landkreis Starnberg „im Unwettereinsatz immer ganz vorne mit dabei ist“, wie Pleyer sagte. So habe Sturmtief „Robinson“ im Juli rund 50 Einsätze verursacht. „Und weil es noch nicht genug war, hatten wir im Dezember a bissl Schneefall“, was erneut zu 50 Einsätzen geführt habe.

Dazu kamen ein Verkehrsunfall mit einem eingeklemmten Fahrer und Löscharbeiten im Kurpark, wo im Januar ein Baum in Flammen stand. Die Freiwilligen waren ebenso zur Stelle, als ein Pkw gegen eine Laterne krachte. Die Einsatztätigkeit reicht aber noch weiter. Im September etwa half die Feuerwehr Imkern, einen schützenswerten Bienenschwarm zu verlegen. Und das Einsatzspektrum erweiterte sich heuer durch das Mehrzweckboot Martina, das in Herrsching stationiert ist und sich bereits kurz nach der Einweihung beim Löschen eines brennenden Segelbootes bewährte.

Zu den Rettungsaktivitäten kommen noch knapp 3500 Übungsstunden der Aktiven beider Ortsteile, die für die Rettung an Land und auf dem Wasser notwendig waren. In diesem Jahr feierten die beiden Feuerwehren außerdem ihr 150. Jubiläum, und ein neuer Versorgungs-Lkw erweiterte die Fahrzeugflotte. Zusammengerechnet leisteten die Aktiven und Jugendgruppen, die Verwaltung, der Arbeitsdienst und die Gerätewarte bisher 17 182 Stunden. Das sind 1115 Stunden mehr als im vergangenen Jahr.

„Mir macha halt so weida“, konstatierte Pleyer pragmatisch, woraufhin die Kommandanten stellvertretend für ihre Aktiven den Dankesapplaus der Gemeinderäte ernteten.

Michèle Kirner

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