Seit September vergangenen Jahres erstrahlt die Kerler-Anlage am Klösterl in Landsberg in neuem Glanz, jetzt wurde sie erstmals ihrer Bedeutung für den Artenschutz gerecht: Die ersten Bachforellen aus dem Lech-Aquarium haben die Auswilderungsreife erreicht und durften am Samstag im Lech in die neue Freiheit schwimmen.
Landsberg - Seit Sommer vergangenen Jahres sind das bei Lechpark-Spaziergängern sehr beliebte Großaquarium mit rund 50.000 Liter Fassungsvermögen sowie die zum inzwischen städtischen Kerler-Anwesen gehörenden Zuchtteiche in der Obhut des Bezirksfischereivereins Landsberg. Die Vereinbarung zwischen Stadt und Verein beinhaltet neben dem touristischen Gedanken auch den Artenschutz. Besonderes Augenmerk sollte jenen Lech-Fischarten gelten, die auf der Roten Liste stehen: Das sind unter anderem der Huchen und die Bachforelle. „Mit der Aufzucht leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser gefährdeten Fischarten“, sagt Vorsitzender Helfried Negele, „unterstützt von der Stadt“.
Und es funktioniert. Im Sommer erhielt der Verein die ersten kleinen Bachforellen. In den Teichen am Klösterl wurden sie in der Folge so aufgepäppelt, dass sie kräftig genug fürs Überleben im Lech sind. Mit durchschnittlich 800 Gramm ist das inzwischen der Fall. Hauptverantwortlich für die viele Arbeit ist Fischwirtschaftsmeister Lukas Harre mit seinem Team. „Sie haben dieses Projekt mit ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit möglich gemacht“, betont Negele.
Im Beisein von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl entließen Harre&Co. unterhalb des Lechwehrs auf Höhe der Post die ersten Bachforellen aus dem Kerler-Anwesen in den wilden Lech.