2014 wurde der Zeltplatz am Windachspeicher geschlossen. Weil er einen im Vergleich zu anderen Plätzen geringeren Standard bot, kamen immer weniger Gäste nach Windach. Jetzt wurde der Zeltplatz wieder eröffnet – mit neuem Betriebsgebäude.
Landkreis Landsberg – „Was lange währt, wird endlich gut“, freut sich Geschäftsführer des Kreisjugendrings Stefan Ehle. Denn ab kommendem Jahr kann der Kreisjugendzeltplatz am Windachspeicher ab wieder von Jugendgruppen gebucht werden – ursprünglich erhofft hatte Ehle eine Nutzung bereits zu den Sommerferien 2023. Und auch die Ende 2023 in Aussicht gestellte Fertigstellung bis Sommer 2024 konnte nicht verwirklicht werden.
Zehn Jahre geschlossen: Jugendzeltplatz Windach jetzt mit Betriebsgebäude
Der vorherige Zeltplatz war 2014 geschlossen worden. Schon ab 2010 waren die Belegungszahlen aufgrund von Defiziten in der Bausubstanz zurückgegangen. Grund dafür waren Mängel in der Ausstattung und beim Freizeitangebot im Vergleich zu anderen Einrichtungen. Ein ständiges Ärgernis war auch die Benutzung der Toiletten durch externe Badegäste vom Windachspeicher.
Im Herbst 2020 beantragte der Kreisjugendring, dass der Landkreis ein Betriebsgebäude für den Zeltplatz baut und der Kreisjugendring nach dessen Fertigstellung die Trägerschaft für den Jugendzeltplatz übernehmen kann. Nach der langen Planungsphase und dem ‚Downsizen‘ des ursprünglich geplanten Gebäudes – weniger Toiletten, keine Gemeinschaftsküche, kein Aufenthaltsraum, nur ein Unterstand, dazu eine Feuerstelle im Freien – fand im September 2023 endlich der Spatenstich statt. Weitere Verzögerungen im Bau sorgten dafür, dass sich der Eröffnungstermin nochmals nach hinten schob. Aktuell sei der Außenbereich auch immer noch teilweise eine Baustelle, so Ehle. Aber in den Sommerferien habe immerhin die Kommunale Jugendarbeit des Landratsamtes bereits eine Woche lang das Gelände genutzt.
Jugendübernachtungshaus in Utting bleibt weiterhin Flüchtlingsunterkunft
Die lange Planungs- und Fertigstellungsphase war auch deshalb ein Problem, weil der Zeltplatz in St. Ottilien bereits 2022 für die Sommerferien heuer und wohl auch kommendes Jahr ausgebucht war, berichtet Ehle. Und auch das Jugendübernachtungshaus in Utting ist seit 2022 nicht für Jugendgruppen nutzbar, da es der Landkreis als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine verwendet – und das länger als bisher geplant: „Anfang Oktober wurde dem Kreisjugendring von der Landkreisverwaltung mitgeteilt, dass das Haus auch zum 1. Januar 2025 nicht an die Jugendarbeit zurückgegeben werden kann“, informiert Ehle. Der Landkreis begründe die weitere Nutzung als Flüchtlingsunterkunft mit der „unsicheren Entwicklung der Asyl- und Fluchtlage, insbesondere im Hinblick auf den kommenden Winter“. Unter diesen Umständen könne man „keine verlässliche Planung für eine Rückgabe vornehmen“. Nach aktueller Information des Landratsamtes werde die Nutzung bis Ende 2025 verlängert, sagt Ehle. Deshalb müsse der Kreisjugendring den Jugendgruppen auch leider auch für 2025 wieder „eine Absage für die Buchung des Kreisjugendübernachtungshauses erteilen“.
Aber dafür könne ab Frühjahr 2025 eben der Zeltplatz von Jugendorganisationen aus dem Landkreis und darüber hinaus für eigene Zeltlager mit bis zu 60 Personen genutzt werden, freut sich Ehle. „Bis zum 31. Oktober kommenden Jahres haben Gruppen aus dem Landkreis Landsberg noch ein Vorbelegungsrecht“, konkretisiert der Geschäftsführer. Ab November 2025 können sich auch Gruppen von außerhalb einbuchen. „Die Buchungen laufen aktuell ausschließlich in der Geschäftsstelle des Kreisjugendrings unter Telefonnummer 08191/59262 oder per E-Mail an mail@kjr-landsberg.de“, informiert Ehle.
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