Doch keine großen Sprünge: Missverständnisse in Bad Wörishofen bei Freibad-Förderung und Enttäuschungen

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Auch wenn die Modernisierung des Freibads „Sonnenbüchl“ wohl nicht ganz ins Wasser fällt, hatte man sich seitens der Stadtverwaltung mehr Geld und mehr Spielraum durch die Förderung erhofft. © Stadt Bad Wörishofen

Missverständnisse um die Freibad-Förderung sorgten in Bad Wörishofen für Wirbel – am Ende gibt es weniger Geld und veränderte Pläne.

Bad Wörishofen – Im Sommer freute sich die Stadt noch auf eine Gelddusche in Höhe von 450.000 Euro durch die Initiative der Bayerischen Regierungsfraktionen für das in die Jahre gekommene Freibad „Sonnenbüchl“. Im Juli beschloss der Stadtrat, das Geld in technische Modernisierungen und die Steigerung der Besucherattraktivität wie moderne Sprungtürme zu investieren. Doch dann kam es anders.

Zum Winterbeginn schlug die Freibad-Förderung einige Wellen: Während man im Bad Wörishofer Rathaus von dem vollen Betrag „zur freien Verfügung“ und ohne Eigenanteil aus dem klammen Haushalt ausgegangen war, stellten sich die eigentlichen Konditionen aus Sicht der Stadt erst nach und nach heraus. Man brachte in Erfahrung, dass das Geld, am Ende „nur 382.500 Euro“, an die Richtlinien eines Förderprogramms gebunden sei, somit zehn Prozent Eigenanteil der Stadt zu erbringen und nicht alle geplanten Maßnahmen förderwürdig seien. Leider, so Bürgermeister Stefan Welzel in der jüngsten Stadtratssitzung, können somit die Sprungtürme nicht realisiert werden.

Die Freunde des Freibads „Sonnenbüchl“ können sich allerdings auf einen komfortableren Zugang zum Freibad freuen. Die bisherige Kasse 2 wird zur Hauptkasse erweitert, so dass näher am Parkplatz ein barrierefreier Zugang entsteht. Zudem werden neue Sanitärcontainer aufgestellt und einige technische Erneuerungen realisiert. Insgesamt begrüßten die Stadträte die Förderung und Tobias Kotonski (CSU) regte an, auch die Sprungtürme weiter im Auge zu behalten: „Vielleicht kann man einen Sponsor finden.“

Missverständnisse ausgeräumt

Der Landtagsabgeordnete Peter Wachler (CSU), einer der Initiatoren der Förderinitiative, zeigte sich „persönlich ein bisschen enttäuscht“, dass dieses Geld vom Freistaat zwischenzeitlich in einem negativen Licht erschienen war. Selbst, wenn es in Bezug auf die Rahmenbedingungen Missverständnisse gegeben habe, werde er die Stadt Bad Wörishofen weiter darin unterstützen, dass es so problemlos wie möglich in das Freibad investiert werden kann. Auch die Stadtverwaltung betonte, dass sie „in der Kürze der Zeit“ alle Unterlagen einreichen wird, um die Förderung zu erhalten. Der in der jüngsten Sitzung gefasste Stadtratsbeschluss, den Antrag mit dem aktuellen Konzept zu stellen, ist ein Meilenstein. Der Sommer kann also trotzdem kommen.

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