Bergwachten im Dauereinsatz: Zahlreiche Wander-Unfälle in den Tölzer Bergen

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Einsatz im steilen Gelände: Die Retter der Bergwacht Lenggries hatten am Wochenende viele Einsätze. © Bergwacht Lenggries

Von verstiegenen Wanderern bis zu Sturzopfern – die Retter der Bergwachten waren am Wochenende nonstop im Einsatz. Auch ein akutes Koronarsyndrom wurde bei einem Patienten vermutet.

Lenggries/ Bad Tölz – Viele Einsätze gab es am Wochenende für die ehrenamtlichen Retter der Bergwacht Lenggries und Bad Tölz. Am Samstagmittag kam die erste Alarmierung für die Lenggrieser Einsatzkräfte rein. Eine 52-jährige Münchnerin hatte sich am Hirschhörndlkopf verstiegen und kam im steilen Gelände nicht mehr weiter, schreibt die Bergwacht in einem Bericht in den Sozialen Medien. Drei Bergretter machten sich auf den Weg zu der Münchnerin, sicherten die Frau, brachten sie auf den Wanderweg zurück und begleiteten sie ins Tal. Die Wanderin war glücklicherweise unverletzt. Der Einsatz dauerte zwei Stunden.

Einsätze mit First Responder

Kurze Zeit später folgte die nächste Alarmierung: Eine 74-Jährige Frau hatte sich nach einem Sturz in ihrer Wohnung den Oberarm gebrochen. Die Bergwachtler rückten mit dem First Responder aus und kümmerten sich um die Erstversorgung.

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Am Sonntag ging die erste Alarmierung um halb 12 Uhr bei den Lenggrieser Bergrettern ein. Erneut ein First Responder Einsatz. Diesmal ging es um die Erstversorgung eines 81-jährigen Patienten, der sich bei einem Sturz Verletzungen zugezogen hatte. Überdies bestand laut Bergwacht der Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom. Noch während Bergwachtler den eingetroffenen Rettungsdienst unterstützen, passierte der nächste Unfall im Einsatzgebiet. Eine Münchnerin (29) hatte sich im Bereich der Lenggrieser Hütte das Knie luxiert. Die Bergretter versorgten die Patientin, schienten ihr Bein und transportierten die Frau ins Tal. Weiter ging es wenig später. Gegen 13.30 Ihr stürzte ein Wanderer aus München beim Abstieg vom Ochsenkamp in Richtung Hirschtalsattel. Dabei kugelte sich der 39-Jährige die Schulter aus, wie die Bergwacht auf Facebook schreibt. Die Einsatzkräfte versorgten den Patienten und brachten ihn sicher ins Tal.

Sturz unterhalb des Zwieselgipfels

Auch die Kollegen der Bergwacht Bad Tölz waren am Sonntag gefordert. Gegen 14.15 Uhr rückten drei Einsatzkräfte zu einer gestürzten Person am Zwiesel aus, wie Sprecher Norbert Weinhuber in einer Pressemitteilung schreibt. Bis zur Zwieselalm konnten die Bergretter mit dem Einsatzfahrzeug fahren, von dort stiegen sie zu Fuß zu dem Patienten auf, der unterhalb des Zwieselgipfels im rutschigen Gelände gestürzt war. Dabei zog er sich eine schmerzhafte Knieverletzung zu und konnte nicht mehr weitergehen. „Die Einsatzkräfte schienten das Bein mit der Vakuumschiene und brachten den Patienten anschließend mit der Gebirgstrage zum Rettungsfahrzeug“, so Weinhuber. Die Übergabe an den Landrettungsdienst zum Weitertransport ins Krankenhaus erfolgte an der Blomberg Talstation gegen 15.45 Uhr.