Innerhalb einer Woche hatte die Bergwacht Lenggries 22 Einsätze zu bewältigen. In einem Fall war ein nachtflugtauglicher Hubschrauber im Einsatz.
Lenggries/Wackersberg – Die Wintersportsaison ist in vollem Gange – und entsprechend hoch ist das Einsatzaufkommen nach diversen Unfällen und Stürzen. Die Bergwacht Lenggries berichtet in einer auf Facebook veröffentlichten Wochenzusammenfassung, dass sie innerhalb von sieben Tagen insgesamt 22-mal ausrücken musste.
Skifahrer stürzt bei letzter Abfahrt am Brauneck
Zehn der Einsätze erfolgten demnach unter der Woche im Skigebiet Brauneck, wobei der vergangene Mittwoch (21. Januar) mit allein sieben Vorfällen den Höhepunkt gebildet habe. In einem Fall sei es nötig gewesen, den Bergwachtnotarzt zur Schmerztherapie dazuzurufen. Der nachtflugtaugliche Hubschrauber „Christoph München“ musste ans Brauneck kommen, als ein Skifahrer auf seiner letzten Abfahrt des Tages stürzte und dabei ein Schädelhirntrauma erlitt. Neben den alpinen Wintersportlern versorgten die Bergwachtkräfte nach eigenen Angaben am Dienstag auch einen gestürzten Wanderer.
Als „Knie-Tag“ bezeichnet die Bergwacht den vergangenen Samstag (24. Januar), weil es an diesem Tag gegolten habe, gemeinsam mit den Kameraden der Bergwacht Tölz fünf Personen im Alter zwischen 13 und 49 Jahren zu versorgen, die sich jeweils am Knie verletzt hatten. „Zum Tagesabschluss wurde eine erschöpfte Familie bei ihrer Talabfahrt unterstützt und zwei Kinder per Akia ins Tal transportiert“, schriebt die Bergwacht weiter. Zu später Stunde seien die Retter dann kurz gefordert gewesen, als gegen Mitternacht eine betrunkene Person von der Skipiste transportiert werden musste.
Schwerer Rodelunfall am Blomberg
Am Sonntag versorgten die Einsatzkräfte abermals zwei Knieverletzungen sowie zwei Patienten mit Schulter- und Oberarmverletzungen.
Von einem ruhigen Wochenende berichtet Horst Stahl, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Tölz. Am Samstagnachmittag (31. Januar) allerdings beschäftigte die Retter ein „schwerer Rodelunfall“ im unteren Bereich der Rodelbahn am Blomberg, so Stahl. Die betroffene Person hatte sich laut Bergwacht eine Fraktur im Bereich der Wirbelsäule zugezogen. „Aufgrund der extremen Schmerzen war eine Versorgung durch den Bergwacht-Notarzt notwendig“, so Stahl.