Ein Streit am Bahnhof Ansbach eskalierte. Ein Mann flüchtete auf einen Strommast. Spezialkräfte der Polizei mussten eingreifen.
Ansbach – So dramatisch kann Liebe sein: Am frühen Mittwochnachmittag (7. Mai) ist am Bahnhof Ansbach ein Streit zwischen Eheleuten eskaliert. Daraufhin ergriff ein 24-jähriger Mann die Flucht über die Gleise und kletterte auf einen Strommast. Es folgte ein Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften.
Mann klettert am Bahnhof Ansbach auf Strommast – Feuerwehr muss vollen Zug evakuieren
Die Auseinandersetzung war so heftig, dass sie die Aufmerksamkeit der Bundespolizei erregte. Als der Mann die Beamten bemerkte, rannte er über die Gleise und kletterte in möglicherweise suizidaler Absicht auf den Mast. Den Achtungspfiff eines Zugführers, der sich auf Rangierfahrt befand, ignorierte der 24-Jährige.
Infolge des Vorfalls wurde der gesamte Zugverkehr im Bereich Ansbach sofort eingestellt. Zudem erfolgte eine Stromabschaltung und Erdung der Gleise. Ein Zug, der gerade den Bahnhof Ansbach verlassen hatte und etwa 55 Reisende an Bord hatte, wurde mit Unterstützung der Feuerwehr evakuiert. Die Fahrgäste wurden zu Fuß zurück zum Bahnhof begleitet.
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Nach etwa zwei Stunden gelang es der Verhandlungsgruppe Nordbayern, den Mann zu beruhigen. Spezialkräfte des Landes Bayern holten ihn schließlich mit einer Feuerwehr-Drehleiter vom Strommasten herunter. Sowohl der Mann als auch seine Ehefrau blieben unverletzt. Der 24-Jährige wurde anschließend in das Bezirkskrankenhaus Ansbach gebracht. (jr/ots)
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