Dieses Jahr geht der Kulturförderpreis des Landkreises an drei Frauen und einen Mann: an zwei Musizierende, eine Graveurin und eine Poetry-Slammerin.
Landkreis Landsberg - Ausgezeichnet werden die Dießener Bratschistin Emilia Andresen und der Landsberger Gitarrist und Sänger Felix Kohlscheen. Ebenso freuen können sich die Graveurin Anna Frei aus Asch sowie die Slammerin Lotta Emilia aus Weilheim.
Vier Preisträger aus dem Landkreis Landsberg und dem Landkreis Weilheim-Schongau
Emilia Andresen ist 26 Jahre und startete ihren Geigenunterricht bei Birgit Abe schon in der dritten Klasse. Sie studierte Bratsche in Detmold und belegte Kammermusik-Meisterkurse in Schottland und Havanna. Seit diesem Oktober hat sie mit dem Masterstudium in Freiburg begonnen. Emilia Andresen spielte im Jugendsinfonieorchester der städtischen Musikschule Landsberg, aber auch im schwäbischen Jugendsinfonieorchester, im Bayreuther Festspielorchester sowie an der Staatsoper Hannover und am Staatstheater Kassel. (Vorschlag von OBin Doris Baumgartl)
Die 30-jährige Anna Frei startete nach ihrer Ausbildung zur Graveurin mit einem Praktikum in einer Waffenfirma - weshalb ihr Spezialgebiet das Gravieren von Waffen wurde. Dazu machte sie auch den Jagdschein, um sich Wissen über die Tiere für eine möglichst realistische Darstellung anzueignen. Sie besuchte die Büchsenmacher- und Graveurschule in Kärnten und ist seit 2015 mit ihrer eigenen Werkstatt selbstständig. Aktuell arbeitet sie aber im Atelier von zuhause aus: Anna Frei ist gerade Mutter geworden. (Vorschlag von Kreisrat Markus Wasserle)
Felix Kohlscheen brachte sich Gitarre autodidaktisch bei und schreibt seit seinem elften Lebensjahr Texte. Schon mit 13 legte er erste Sessions in Kaufbeuren ab, mit 16 stand er als Frontman und Songwriter auf Bühnen. Der Landsberger entwickelte einen eigenen Musikstil, der deutsche Rapmusik mit Instrumentalmusik verbindet - und ist damit nicht nur im Landkreis oft auf allen möglichen Bühnen zu sehen und zu hören. Seit 2022 arbeitet der 27-Jährige als Gitarren- und Basslehhrer und hat in diesem Jahr sein erstes Soloalbum „Gedankenspiel“ veröffentlicht. Seit Frühjahr ist er auch Frontmann der neu gegründeten Band „Funkwelle“ aus Landsberg, trat als Support von Jamaram beim „Nie wieder Faschismus“-Festival in Landsberg auf und auch beim Sammersee-Festival im September. (Vorschlag von Zweitem Bürgermeister Moritz Hartmann)
Die Poetry-Slammerin Lotta Emilia stammt zwar aus Weilheim, hat sich aber den Landkreis Landsberg sozusagen zu eigen gemacht. Sie begann 2017 mit dem Slammen und ist seit 2019 Veranstalterin und Moderatorin des Poetry Slams „Flüstertüte“ in Hamburg, wo sie auch Medien- und Kommunikationswissenschaften, Nebenfach Germanistik studierte. 2020 veröffentlichte sie einige ihrer eigenen Texte als Buch und leitete unter anderem auch einen Slam-Workshop im Rahmen der Kreiskulturtage. Die 30-Jährige ist deutschsprachige Vizemeisterin im Poetry Slam (2021) und 2022 und 2023 war sie Finalistin der bayerischen Landesmeisterschaften. Ihr Motto: Auf das Bauchgefühl hören und daraus passende Worte für Emotionen, soziale Konflikte und unbequeme Themen finden - zum Beispiel auch als Traurednerin. (Vorschlag von Landrat Thomas Eichinger)
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