Aufruf zur Demonstration am Sonntag, 2. Februar, am Ernst-Reuter-Platz.
Dachau – Vor ziemlich genau einem Jahr sind rund 3500 Menschen auf dem Ernst-Reuter-Platz zusammengekommen, um gegen Rechts zu demonstrieren. Nun rufen der Runde Tisch gegen Rassismus und das Demokratiebündnis im Dachauer Land wieder zu einer Demo auf: am Sonntag, 2. Februar, um 14 Uhr auf dem Ernst-Reuter-Platz. Das Motto lautet diesmal: „Demokratie braucht Vielfalt“.
„Insbesondere jetzt vor der Wahl wollen wir ein Zeichen setzen für Demokratie“, sagt Fabian Handfest, Sprecher des Runden Tischs gegen Rassismus. Dass wieder eine Demo stattfinden soll, sei bereits vor mehreren Monaten bei einer Versammlung des Runden Tischs beschlossen worden. Die vorgezogenen Bundestagswahlen, die am Sonntag, 23. Februar, stattfinden, haben die Terminfindung beeinflusst. Gerade jetzt, wo Rufe nach einer verschärften Migrationspolitik lauter werden, rechte Parteien Aufwind haben, sei es wichtig, ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Miteinander zu setzen, in einem friedlichen Miteinander, so Handfest.
„Denn wir brauchen weder Hass noch Hetze, weder Lügen noch Geschichtsrevisionismus. Nicht Einfalt siegt, sondern Vielfalt!“, ergänzt Peter Heller vom Runden Tisch gegen Rassismus. Ein breites, überparteiliches und konfessionsübergreifendes zivilgesellschaftliches Bündnis umfasst die Institutionen, Organisationen, Vereine, Parteien und Bündnisse, die im vergangenen Jahr mit ihren Namen für die Demo geworben haben. Das Bündnis ruft nun zu der Demonstration auf, unter Federführung des Runden Tischs gegen Rassismus und des Demokratiebündnisses Dachauer Land.
Die Demo wird am Sonntag, 2. Februar, ab 14 Uhr am Ernst-Reuter-Platz in Dachau-Ost beginnen. Zunächst stehen Redebeiträge auf dem Programm. „Wir haben versucht, ein möglichst breites Spektrum der Zivilgesellschaft abzudecken“, so Handfest. Unter anderem sprechen Kerstin Schwenke, Leiterin der Bildungsabteilung an der KZ-Gedenkstätte, Heidi Schaitl, Caritas, und ein Sprecher des Jugendrats. Nach der Anfangskundgebung wird sich der Zug über die Berliner zur Theodor-Heuss- und Schleißheimer Straße wieder zurück über die Würm- und Jakob-Kaiser-Straße zum Ernst-Reuter-Platz bewegen, wo eine Abschlusskundgebung geplant ist. Hier Sprechen voraussichtlich Björn Mensing, Pfarrer der Versöhnungskirche, und Martin Modlinger von der Seebrücke.
Angemeldet ist die Demonstration für 200 Personen, allerdings wollen die Veranstalter die Teilnehmerzahl vom letzten Jahr toppen: „4000 ist die untere Messlatte“, so Fabian Handfest.
Denn wir brauchen weder Hass noch Hetze, weder Lügen noch Geschichtsrevisionismus.