Razzia wegen Kinderpornografie: 14 Wohnungen im Landkreis Starnberg durchsucht

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Bei einer Razzia gegen die Verbreitung von Kinderpornografie hat die Polizei in Starnberg 14 Wohnungen durchsucht. (Symbolbild) © picture alliance/dpa | Daniel Karmann

14 Wohnungen im Landkreis Starnberg wurden am Dienstag durchsucht. Hintergrund ist eine Razzia wegen Kinderpornografie.

Landkreis - Rund 75 Polizeikräfte haben um Punkt 6 Uhr am gestrigen Dienstag eine konzertierte Aktion in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech gestartet. Ihr Ziel: Beweismittel wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie sowie des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu sichern.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Nachmittag mitteilte, wurden die Beamten der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei an 28 Objekten vorstellig – 14 davon im Landkreis Starnberg. Zehn Privatwohnungen befinden sich im Kreis Landsberg, vier im Kreis Fürstenfeldbruck. Angaben zu einzelnen Orten machte das Präsidium auch auf Nachfrage nicht. Insgesamt seien 24 Tatverdächtige angetroffen worden. Bemerkenswert ist die Altersspanne: Die mutmaßlichen Täter sind zwischen 14 und 85 Jahren alt.

Bei den Verdachtsfällen handele es sich um voneinander unabhängige Strafverfahren, betonte die Polizei. Es sei „umfangreiches Beweismaterial in Form von Smartphones, Computern (inklusive Laptops und Tablets) sowie sonstigen Speichermedien“ sichergestellt worden, berichtete das Präsidium weiter. „Kistenweise“ sei das Material abtransportiert worden, sagte ein Sprecher gegenüber dem Starnberger Merkur. Die Auswertung der Gegenstände dauere noch an.

Die erforderlichen Gerichtsbeschlüsse waren auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaften Augsburg und München II sowie des Zentrums zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet ergangen. Ihnen lagen Ermittlungsergebnisse der Kripo Fürstenfeldbruck und zu einem erheblichen Teil auch vom „Nationalen Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder“ (NCMEC) aus den USA zugrunde, wie der Polizeisprecher bestätigte. Die private gemeinnützige Organisation hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, Strafverfolgungsbehörden weltweit beim Kampf gegen Kinderpornografie zu unterstützen. „Durch die Aktion wird deutlich aufgezeigt, dass sich Straftäter in der vermeintlichen Anonymität des Internets nicht verstecken können“, betonte das Polizeipräsidium.

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