Viele haben es vielleicht gar nicht mitbekommen: Das Maristenkolleg Mindelheim war vom Hochwasser des vergangenen Jahres stark betroffen. Nun konnten Bernhard Pohl, MdL, und Peter Kosak, Direktor des Schulwerks der Diözese Augsburg, bei einer Pressekonferenz gute Nachrichten verkünden – die Sanierung steht kurz vor dem Abschluss.
Mindelheim –„Es war ein Trugschluss zu glauben, dass die staatliche Hochwasserhilfe Bayern für die Schäden an den kirchlichen Schulen in Mindelheim, Wettenhausen und Schrobenhausen gegriffen hätte“, erklärte Kosak. Insgesamt entstanden Schäden von rund 2,5 Millionen Euro. Besonders hart traf es das Maristenkolleg. Durch eindringendes Grundwasser stand im Untergeschoss – rund ein Drittel der Gebäudefläche – mehrere Zentimeter hoch das Wasser. Wände und Böden wurden durchfeuchtet, zahlreiche Klassenzimmer und Fachräume mussten saniert werden.
Der dritte und letzte Bauabschnitt steht kurz vor der Fertigstellung. Dank guter Organisation konnte der Unterricht während der Sanierung reibungslos weiterlaufen. Aus einer Sonderreserve des Freistaates Bayern wurden 1,4 Millionen Euro für die Sanierungsmaßnahmen bereitgestellt. Der Antrag von Bernhard Pohl (Freie Wähler) dazu fand über Fraktionsgrenzen hinweg Zustimmung. Für sein Engagement dankte Kosak dem Landtagsabgeordneten und Erstem stellvertretenden Vorsitzenden der Landtagsfraktion der Freien Wähler mit einem Geschenkkorb – darin unter anderem ein Regenschirm: „Danke, dass Sie uns nicht im Regen stehen lassen, Herr Pohl.“ Auch Weihbischof Florian Wörner sagte „Vergelt’s Gott für die finanzielle Hilfe und dass Sie uns aus der Klemme geholfen haben.“
Pohl hob hervor, dass in Mindelheim alle weiterführenden Schulen unter Trägerschaft der Diözese Augsburg stehen. „Wir sind dankbar für die Arbeit, die hier geleistet wird – schließlich gehört Schule nicht zu den Kernaufgaben der Kirche“, so der Abgeordnete.
Beim Rundgang über die Baustelle zeigte sich das Ausmaß der Schäden. Viele Räume mussten bis auf die Grundmauern zurückgebaut werden. Dank der Zuschüsse konnte eine Stilllegung der Etage verhindert werden – eine Containerlösung wäre sonst unvermeidlich gewesen. „Und jeder weiß, wie schnell aus einem Provisorium ein Dauerzustand geworden wäre“, fasste Kosak zusammen.
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