Ein legendäres Automodell soll in einer neuen Version auf die Straße zurückkehren. Da es ein analoges Fahrerlebnis bieten soll, ist ein E-Auto wohl ausgeschlossen.
Banbury – Jensen war einst ein legendärer britischer Karosserie- und Autobauer, der seine Fahrzeuge in Kleinserien fertigte. Eines seiner bekanntesten Modelle ist der Jensen Interceptor, ein Sportwagen der GT-Klasse, von dem zwischen 1966 und 1976 nur wenige Tausend Stück gebaut wurden.
Jensen kündigt Interceptor-Nachfolger an: Komplette Neuentwicklung
Übrig geblieben vom traditionsreichen Autobauer ist Jensen International Automotive (JIA). Das seit 2010 aktive britische Unternehmen hat sich auf die Restaurierung und Überarbeitung des klassischen Jensen Interceptor spezialisiert. Doch dabei soll es offenbar nicht bleiben.
Rund 50 Jahre nach dem Ende des Jensen Interceptor will JIA die traditionsreiche Gran-Turismo-Idee wiederbeleben. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der neue Interceptor bereits in diesem Jahr auf die Straße gebracht werden. Dabei handelt es sich um ein komplett neu entwickeltes Fahrzeug, das von seinem legendären Vorgänger aus den 1960er Jahren inspiriert wurde.
„Obwohl es sich an dem vor 60 Jahren vorgestellten Jensen Interceptor orientiert, handelt es sich hierbei keineswegs um einen ‚Restomod‘ oder eine ‚Fortsetzung‘, sondern um ein völlig neues Fahrzeug, das stolz für sich selbst steht“, sagte David Duerden, Geschäftsführer von Jensen International Automotive, dem Magazin Forbes. Ein Restomod-Fahrzeug ist ein nicht mehr gebautes Fahrzeug, das mit moderner Technik ausgestattet wird.
Jensen kündigt Interceptor-Nachfolger an: Analoges Fahrerlebnis
Mit Details hält sich JIA noch zurück. Das Unternehmen spricht von einem Aluminiumchassis und einem neu entwickelten V8-Motor. Beides zusammen soll „ein vollständig analoges Fahrerlebnis gewährleisten und eine durch und durch moderne Interpretation eines luxuriösen britischen GT bieten“. Das bedeutet wohl, dass es kein Elektroauto wird.
Auch ein Name für das neue Fahrzeug wurde noch nicht genannt, es wird nur auf den Interceptor Bezug genommen. Laut TheDrive.com könnte dies daran liegen, dass JIA noch die entsprechenden Urheberrechte fehlen. Das Unternehmen wird außerdem eine neue Abteilung schaffen, die sich ausschließlich auf die schnelle Entwicklung des neuen GT-Modells konzentriert.
Jensen kündigt Interceptor-Nachfolger an: Sehr geringe Stückzahl Kunden in Großbritannien
Das neue Fahrzeug soll in einer extrem geringen Stückzahl für den Verkauf in Großbritannien handgefertigt werden. Die Kundschaft dürfte auch durch den Preis begrenzt sein. Zwar hat JIA noch nicht gesagt, wie viel das Auto kosten wird. Forbes geht jedoch von mindestens 390.000 Pfund aus, so viel kostet ein restaurierter Interceptor R in Großbritannien.
(Quellen: Jensen International Automotive, Forbes, TheDrive.com)