News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Putins Verluste steigen. Kiew nimmt Russlands Energie-Infrastruktur ins Visier. In Genf stehen die nächsten Verhandlungen an.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ukraine-News: Drohnen nehmen Russland ins Visier – Putins Wirtschaft immer wieder Ziel – Energie-Chaos auf beiden Seiten.
- Nächste Ukraine-Verhandlungen in Genf – Gespräche in der Schweiz zwischen Ukraine, Russland und den USA.
- Putins Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Russland verliert 1180 Soldaten an einem Tag.
Kiew/Moskau – Der Ukraine-Krieg ist erneut von intensiven Gefechten geprägt. Der Gouverneur der russischen Region Belgorod meldete Schäden an der Energie-Infrastruktur. Er erklärte, dass die Stadt Belgorod und der umliegende Bezirk am Sonntagabend Ziel eines „groß angelegten Angriffs ukrainischer Streitkräfte“ geworden seien. „Erste Berichte deuteten auf erhebliche Schäden an der Energie-Infrastruktur hin. Rettungs- und Betriebsdienste ermitteln das Ausmaß der Schäden. Informationen zu den Folgen werden derzeit bestätigt“, so der Gouverneur zur aktuellen Situation.
Auch in der Region Brjansk im Westen Russlands kam es laut Behördenangaben nach Drohnenangriffen aus der Ukraine zu einem teilweisen Zusammenbruch der Energieversorgung. „Durch einen Schlag des Feindes gegen Objekte der Energieinfrastruktur im Gebiet Brjansk sind in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen“, schrieb Gouverneur Alexander Bogomas auf Telegram. Er bezeichnete diesen Angriff als einen der schwersten seit Beginn des Konflikts. Der Drohnenbeschuss habe über zwölf Stunden angedauert.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-News: Drohnen nehmen Russland ins Visier
Kiew setzt im Ukraine-Krieg verstärkt auf Drohnenangriffe, die sich häufig gegen die russische Wirtschaft richten. Ziele sind oft Ölraffinerien, Depots und Versorgungslinien. Seit Beginn der Wintermonate werden vermehrt Energie-Infrastrukturen attackiert. Auch die russische Armee greift seit Monaten gezielt die Energieversorgung der Ukraine an, was zu erheblichen Problemen führt.
In Kiew herrscht seit Wochen ein Energiechaos. Notabschaltungen sind an der Tagesordnung, und viele Haushalte sind weiterhin ohne Strom und Heizung. Die Kälte beeinträchtigt zudem die Einsatzfähigkeit der ukrainischen Drohnen. „Die Auswirkungen auf unsere Drohnen sind durchweg negativ“, berichtete ein Soldat. „Die Batterien verlieren schneller an Ladung, die Kameras und Kabel frieren ein, sie vereisen einfach.“
Der Winter bietet jedoch auch Vorteile für die Aufklärung. Bei klarem Himmel wird die Schneedecke zur Gefahr für Truppen, die sie überqueren. „Man kann sehr leicht erkennen, wo jemand gegangen oder gefahren ist, weil die Spuren im Schnee deutlich hervortreten“, so Soldaten laut AFP. Einige Drohnen sind mit Wärmebildkameras ausgestattet, die im Winter die von Körpern ausgestrahlte Wärme besser sichtbar machen.
Nächste Ukraine-Verhandlungen in Genf
Während die Kämpfe im Ukraine-Krieg andauern, bereiten sich russische und ukrainische Delegationen auf neue Friedensgespräche vor. „Auf dem Weg nach Genf. Die nächste Gesprächsrunde steht bevor“, schrieb Kyrylo Budanov, Leiter des ukrainischen Präsidentenbüros, auf Telegram. Die Gespräche sollen in der Schweiz im trilateralen Format mit den USA stattfinden.
Laut der Kyiv Post wird erwartet, dass auch die Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, an den Gesprächen teilnehmen. Russische Medien berichten, dass Moskau eine Delegation von mindestens 15 Personen entsenden wird, darunter der stellvertretende Außenminister Michail Galuzin. Im Fokus der Verhandlungen könnten Bedingungen für einen Waffenstillstand und Regelungen für Gefangenenaustausche stehen.
Putins Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg steigen weiter. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtete auf Facebook, dass die Armee von Wladimir Putin am vergangenen Tag 1180 Soldaten verloren habe. Diese Verluste umfassen sowohl getötete als auch verwundete Soldaten. Seit Beginn des Krieges am 24. Februar 2022 bis zum 16. Februar 2026 belaufen sich die gesamten Verluste auf 1.254.450 Soldaten. Zudem hat Russland 11.676 Panzer, 24.042 gepanzerte Fahrzeuge und 37.319 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)